Gibt es in den USA Ausbildungsberufe?

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Betty

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Anja was hast Du denn in Deutschland gelernt und war es schwer mit dem Schulenglisch drüben Deinen Job zu finden?
Wir waren ja wie schon mal geschrieben 17x auf Reisen in den USA und fühlen uns sprachtechnisch ganz fit, aber in der
Arbeitswelt ist das ja doch nochmals anders!
 

anjaxxo

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Anja was hast Du denn in Deutschland gelernt und war es schwer mit dem Schulenglisch drüben Deinen Job zu finden?
Wir waren ja wie schon mal geschrieben 17x auf Reisen in den USA und fühlen uns sprachtechnisch ganz fit, aber in der
Arbeitswelt ist das ja doch nochmals anders!

Ich habe eine Ausbildung als Gross- und Aussenhandelskauffrau gemacht, ein paar Jahre im Ausbildungsberuf gearbeitet, dann 10 Jahre als Stewardess gearbeitet und nebenbei 2 Jahre Deutsch und Englisch studiert.
Danach habe ich in einem Hotel auf Borkum gearbeitet und zuletzt 7 Jahre als Gehalts- und Lohnbuchhalterin in einer Klinik auf Borkum.

In Amerika habe ich 3 Wochen nach der Auswanderung angefangen zu arbeiten, zunaechst fuer 9 Dollar die Stunde Wuerstchen verpackt, dann aber nach 3 Monaten schon 10 Dollar die Stunde verdient. Ich denke, es war ein Riesenglueck, dass ich den Job gefunden habe, und ich bin jetzt noch superdankbar dafuer.
Nach ca. einem halben Jahr habe ich dann in der gleichen Firma im Buero angefangen und 13.50 Dollar die Stunde verdient, inzwischen bin ich bei 14 Dollar und meine Krankenversicherung wird voll bezahlt.

Mit Englisch habe ich in meinem ganzen Leben noch nie Probleme gehabt, ich war in der Schule schon sehr gut, hab Englisch LK im Abitur gehabt und dann durch meine Jobs (Aussenhandelskauffrau und Stewardess) auch bei der Arbeit viel Englisch gesprochen und dann auch an der Uni Wuppertal Englisch auf Lehramt studiert (allerdings nicht abgeschlossen).
Ich habe am Anfang lediglich mit Fernsehen ein paar Probleme gehabt, sprich, ich fand es nicht so entspannend Fernsehen zu gucken, weil ich mich auf die Sprache konzentrieren musste. Aber inzwischen ist es fuer mich kein Unterschied mehr zum deutschen Fernsehen.
 
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Betty

Guest
Na das hört sich ja gut an bei Dir! Heißt 14 Dollar dann netto oder kommen da noch Abzüge weg? Zahlst Du bei einem Arztbesuch dann wirklich nichts drauf, oder muß man immer noch 20% Eigenanteil bezahlen?
 

middlestreet

Well-Known Member
Betty, mein Kommentar war nicht so gemeint, dass man mit deutscher Ausbildung in den USA nichts finden könnte. Im Gegenteil, die Arbeitgeber schätzen die in Deutschland Ausgebildeten häufig sehr. Nur was wir als Ausbildung hier in Deutschland kennen, was also die nächsten Schritte für Deine Kinder wären, gibt es dort nicht.

Letztendlich kommt es den Arbeitgebern auf Berufserfahrung an und die wird bei Deutschen noch getoppt durch eine fundierte berufliche Ausbildung. Je nachdem, was Ihr gelernt / studiert habt und wie gut Euer Englisch ist, könnt Ihr dort ebenso gut Fuß fassen. Man sollte sich auch nicht durch evtl. Detours (wie bei Anja auch, über die Verpackungsabteilung) abschrecken lassen. Mittlerweile arbeitet sie ja auch, wenn ich das richtig sehe, wieder in ihrem ursprünglichen Beruf.
 
B

Betty

Guest
Danke Anja, mir ging es jetzt auch um die Kids! Hast Du auch schon in USA gelebt?
 

Ace

Well-Known Member
Betty, mein Kommentar war nicht so gemeint, dass man mit deutscher Ausbildung in den USA nichts finden könnte. Im Gegenteil, die Arbeitgeber schätzen die in Deutschland Ausgebildeten häufig sehr.

Bist du dir da sicher? Ich würde behaupten dass die Arbeitgeber in den usa mit den meisten Ausbildungsberufen überhaupt nichts anfangen können und einen wenn überhaupt nur auf entry level Niveau einstellen...
 

anjaxxo

Super-Moderator
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Citizen
Na das hört sich ja gut an bei Dir! Heißt 14 Dollar dann netto oder kommen da noch Abzüge weg? Zahlst Du bei einem Arztbesuch dann wirklich nichts drauf, oder muß man immer noch 20% Eigenanteil bezahlen?

Also, 14 Dollar sind brutto, ich habe ein salary von 560 Dollar pro Woche und kriege ausgezahlt ca. 445, wobei ich freiwillig 26 Dollar pro Woche in einen health saving account einzahle.
Nein, die KV wird vom Arbeitgeber bezahlt, d.h. die premiums. Ich habe eine high deductible KV und muss daher bevor die KV zahlt, erst einmal bis zu 2600 Dollar im Jahr selbst in die Tasche greifen, allerdings sind Vorsorgeuntersuchungen kostenlos.

Leider aendert sich meine KV auch ab 1. Juli, weil meine Arbeitgeber den Plan gewechselt haben und nun zahlt die KV nur noch 80 % nach deductible, allerdings nur bis zu einem out of pocket maximum. Finde ich aber total doof, ich haette lieber jede Woche 5 Dollar mehr bezahlt (das waere es naemlich gewesen, wenn wir den alten Plan behalten haetten), aber meine Chefin meint "durch den bloeden Obama wird jetzt alles teurer und wir sollten die premiums so niedrig wie moeglich halten, damit die Leute sich fuer eine KV entscheiden".

In meiner Firma sind aber nur 6 Leute krankenversichert, der Rest hat sich dagegen entschieden, die haben das schon nicht bezahlt als wir den alten Plan hatten, warum sollten sie also jetzt KV nehmen, wo der Plan fuers gleiche Geld noch schlechter ist? Argument ist also doof.

Aber Hauptsache dagegen und auf Obamacare schimpfen, statt erst mal zu gucken, was ab 2014 angeboten wird.

Ich habe gehoert, hier fuer New York werden wir im Oktober 2013 schon in die "staatliche" KV Plaene gucken koennen, da bin ich mal gespannt.
Die haben auch fuer small businesses jetzt bessere Plaene, aehnlich denen die frueher nur grosse Betriebe anbieten koennen (da sich small businesses jetzt zusammenschliessen koennen). Fuer mich hoert sich das gut an, aber mal sehen, was es dann im Endeffekt wird.

Aber ich schweife ab....
Wir sind doch bei Ausbildungsberufen. Ich hau mir grad mal selbst eins drueber :pfanne und sage :thema
 

Ezri

Adminchen
Administrator
Bist du dir da sicher? Ich würde behaupten dass die Arbeitgeber in den usa mit den meisten Ausbildungsberufen überhaupt nichts anfangen können und einen wenn überhaupt nur auf entry level Niveau einstellen...

Es kommt sicherlich auf den Arbeitgeber drauf an. Ich denke vor allem im Handwerk und dort, wer schon mal Erfahrungen mit europäischen Arbeitnehmern hatte, die eben eine europäische Berufsausbildung haben, könnte die europäische Berufsausbildung eine gewisse Gewichtung haben und ein positives Einstellungskriterium sein. :mechaniker ;)
 

middlestreet

Well-Known Member
Es kommt sicherlich auf den Arbeitgeber drauf an. Ich denke vor allem im Handwerk und dort, wer schon mal Erfahrungen mit europäischen Arbeitnehmern hatte, die eben eine europäische Berufsausbildung haben, könnte die europäische Berufsausbildung eine gewisse Gewichtung haben und ein positives Einstellungskriterium sein. :mechaniker ;)

Ich sehe das, wie Ezri. Auch dass das dt. System von manchen US-Firmen kopiert wird, zeigt, dass es gut ankommt.

Wenn man sich mit abgeschlossener Ausbildung dort bewerben möchte, sollte man natürlich nicht einfach die Ausbildung angeben und davon ausgehen, dass es dem potentiellen Arbeitsgeber was sagt. Ich würde eher auf die bereits erworbene Arbeitserfahrung eingehen (das was in den USA primär zählt) und das noch toppen mit der fundierten Ausbildung, die man abgeschlossen hat.

Aber da kann man sich sicherlich in anderen Threads noch ausgiebig informieren. Hier ging es ja um die Kids ;-)
 

Ace

Well-Known Member
Es kommt sicherlich auf den Arbeitgeber drauf an. Ich denke vor allem im Handwerk und dort, wer schon mal Erfahrungen mit europäischen Arbeitnehmern hatte, die eben eine europäische Berufsausbildung haben, könnte die europäische Berufsausbildung eine gewisse Gewichtung haben und ein positives Einstellungskriterium sein. :mechaniker ;)

Handwerk, möglicherweise. Aber ob jetzt ein Bürokaufmann oder eine Groß- und Einzelhandelskauffrau besonders hoch angesehen ist... glaube ich eher nicht...
 
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