Ft. Hood Shooting

henne

Well-Known Member
Ehe-GC
Aus allgemein zugaenglichen Quellen: Fort Hood shooting - Wikipedia, the free encyclopedia

Er trat der Armee 1988 bei und hat seine medizinische Ausbildung dort erst nach seinem Abschluss als Biochemiker begonnen.
wikipedia ist ja nun alles andere als ne scholarly und verlaessliche quelle. da muss nicht recherchiert werden und jeder kann seine meinung und eigenen weisheiten fabrizieren und einstellen. auf wikipedia wuerde ich mich generell nicht verlassen, selbst wenn in diesem fall die info stimmen sollte.
 

anjaxxo

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Wusste er. Wenn er das 1988 getan hat, dann war er 18 Jahre alt. Ich nehme an, dass das bei Dir alles komplett anders war, denn bei Dir ist ja beinahe alles komplett anders und Du bist unfehlbar und so, aber als ich 18 Jahre alt war, Kajagoogoo und Haremshosen der letzte Schrei waren und die Welt insgesamt noch in Ostblock und NATO eingeteilt war und der Kalte Krieg herrschte, da habe ich Entscheidungen getroffen, die ich 20 Jahre später mit mehr Lebenserfahrung und Weltkenntnis so ganz sicher nicht mehr treffen würde, und das betrifft gewiss nicht nur meine Kleiderwahl. Und ich finde, dass man dieses Recht, seine Meinung und seine Taten zusammen mit seinen Prinzipien und Erfahrungen zu ändern, auch einem Militärangehörigen zugestehen muss, der mit 18 offenbar einen Fehler begangen hat, als er dem Recruiter und dessen Versprechungen Glauben schenkte.

Genau das meinte ich, als ich sagte, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu aendern.
Viele dieser Vertraege werden doch unterschrieben, wenn diejenigen, die es betrifft eigentlich noch gar nicht reif sind fuer so eine tiefgreifende Entscheidung.
Und was bringt es denn, an Soldaten festzuhalten, die Angst haben und nicht mehr selbst davon ueberzeugt sind, was sie tun sollen?
Natuerlich rastet nicht jeder so aus wie dieser Mann, aber an die seelischen Schaeden und Traumata mag ich gar nicht denken.
 

Ezri

Adminchen
Administrator
wikipedia ist ja nun alles andere als ne scholarly und verlaessliche quelle. da muss nicht recherchiert werden und jeder kann seine meinung und eigenen weisheiten fabrizieren und einstellen. auf wikipedia wuerde ich mich generell nicht verlassen, selbst wenn in diesem fall die info stimmen sollte.


Nein, das stimmt nicht. Jeder der schon selber mal was auf Wikipedia veröffentlicht hat weiß, daß dort geprüft wird. bzw. ungeprüfte Angaben auch als solche gekennzeichnet werden.
Ich hab selber mal ein Artikelchen dort veröffentlicht über eine wirklich nebensächliche Sache und die wurde wirklich gründlichst geprüft und durchkorrigiert etc.
 
W

Wisi

Guest
Genau das meinte ich, als ich sagte, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu aendern.

Natuerlich hat man das Recht seine Meinung zu aendern, auch im Militaer und dann geht man halt zum naechstmoeglichen Zeitpunkt raus.

Viele dieser Vertraege werden doch unterschrieben, wenn diejenigen, die es betrifft eigentlich noch gar nicht reif sind fuer so eine tiefgreifende Entscheidung.

Es wird dennoch keiner gezwungen, eben deshalb muss man natuerlich selbst alles genau abwaegen und dazu so viel Info und Berichte zuziehen wie moeglich. Eben mal so auf die leichte Schulter nehmen sollte man einen solchen Entschluss keinesfalls, aber selbst wenn es dann letztendlich der falsche war dann geht man eben zum erstmoeglichen Zeitpunkt raus... bei enlistment sind es glaub ich je nach branch zwischen 4 und 6 Jahre.

Und was bringt es denn, an Soldaten festzuhalten, die Angst haben und nicht mehr selbst davon ueberzeugt sind, was sie tun sollen?

Jetzt stell Dir mal vor was fuer Folgen es haette wenn das Militaer Ausnahmen machen und nicht an den Vertraegen festhalten wuerde...

Natuerlich rastet nicht jeder so aus wie dieser Mann, aber an die seelischen Schaeden und Traumata mag ich gar nicht denken.

Soooo schlimm ist es nun wieder auch nicht.

Nein, das stimmt nicht. Jeder der schon selber mal was auf Wikipedia veröffentlicht hat weiß, daß dort geprüft wird. bzw. ungeprüfte Angaben auch als solche gekennzeichnet werden.

Naja, aber in diesem Fall blieb doch noch weiter keine Zeit um gross Recherche zu betreiben...
 
Natuerlich hat man das Recht seine Meinung zu aendern, auch im Militaer und dann geht man halt zum naechstmoeglichen Zeitpunkt raus.



Es wird dennoch keiner gezwungen, eben deshalb muss man natuerlich selbst alles genau abwaegen und dazu so viel Info und Berichte zuziehen wie moeglich. Eben mal so auf die leichte Schulter nehmen sollte man einen solchen Entschluss keinesfalls, aber selbst wenn es dann letztendlich der falsche war dann geht man eben zum erstmoeglichen Zeitpunkt raus... bei enlistment sind es glaub ich je nach branch zwischen 4 und 6 Jahre.

Das Problem ist doch, dass er den Entschluss wohl erst ab 2001 bereut hat, als die Kriege in Afghanistan und dann Irak begannen und auch die Jagd auf Moslems (vermutlich speziell in der Army). Da hilft es ihm doch nichts, dass er 1992 oder 1994 haette austreten koennen...



Jetzt stell Dir mal vor was fuer Folgen es haette wenn das Militaer Ausnahmen machen und nicht an den Vertraegen festhalten wuerde...

Weniger Probleme? Es erwartet ja wohl niemand, dass das Militaer die Praxis der zivilen Berufe uebernimmt, wo man praktisch von einem auf den anderen Tag kuendigen kann. Aber es muss doch einen Mittelweg geben zwischen sofortiger Kuendigung und der Versklavung bis ans Lebensende...



Soooo schlimm ist es nun wieder auch nicht.

Ist es nicht? Es gibt doch wohl mehr als genug Berichte von den ganzen traumatisierten Soldaten, die aus den Kriegen heimkommen. Das solltest Du nicht herunterspielen.
 

anjaxxo

Super-Moderator
Teammitglied
Moderator
Citizen
Das Problem ist doch, dass er den Entschluss wohl erst ab 2001 bereut hat, als die Kriege in Afghanistan und dann Irak begannen und auch die Jagd auf Moslems (vermutlich speziell in der Army). Da hilft es ihm doch nichts, dass er 1992 oder 1994 haette austreten koennen...





Weniger Probleme? Es erwartet ja wohl niemand, dass das Militaer die Praxis der zivilen Berufe uebernimmt, wo man praktisch von einem auf den anderen Tag kuendigen kann. Aber es muss doch einen Mittelweg geben zwischen sofortiger Kuendigung und der Versklavung bis ans Lebensende...





Ist es nicht? Es gibt doch wohl mehr als genug Berichte von den ganzen traumatisierten Soldaten, die aus den Kriegen heimkommen. Das solltest Du nicht herunterspielen.

:up
 

sylvia

Well-Known Member
Ehe-GC
Soooo schlimm ist es nun wieder auch nicht.
Nicht so schlimm.
Gut dann solltest du am besten mal selbst an die Front, dir alles angucken wie es dort Anfangs aussah und dann kannst du uns ja nochmal erzaehlen ob es echt nicht schlimm ist.

Ist es nicht? Es gibt doch wohl mehr als genug Berichte von den ganzen traumatisierten Soldaten, die aus den Kriegen heimkommen. Das solltest Du nicht herunterspielen.
Find es nicht inordnung das es als nicht so schlimm bezeichnet wird.
Stimme dir voll und ganz zu.


Einer aus meinem Mann seiner Einheit (mit der er das erste mal im Iraq war) hat Fotos. Und ja, ich hab sie mir angeguckt. Schon klar, alles total harmlos.
Ich habe meinem Mann damals nach der Rueckkehr gesagt, das wenn er was erzaehlen moechte er das gerne tun kann aber ich ihn nicht ausquetschen oder bedraengen werd was zu erzaehlen. Nach und nach hat er erzaehlt und auch noch davon getraeumt so das er nachts halt mal geschrien hat "Get Down!" und solch sachen.
Ja nee, ist klar, ist ja alles nicht so schlimm.
Klar, es wurde selbst entschieden einzutreten, aber deswegen hat man als nicht Soldat nicht das recht zu sagen, och ist doch alles pillepalle....sorry da koennt ich platzen.
 
W

Wisi

Guest
Das Problem ist doch, dass er den Entschluss wohl erst ab 2001 bereut hat, als die Kriege in Afghanistan und dann Irak begannen und auch die Jagd auf Moslems (vermutlich speziell in der Army). Da hilft es ihm doch nichts, dass er 1992 oder 1994 haette austreten koennen...

Well, da fehlen uns leider die genauen Daten zu, aber wenn er tatsaechlich seit 1988 in der Army war dann haette er letztes Jahr in retirement gehn koennen womit also das Blutbad haette vermieden werden koennen.
Dagegen sind Deine Vermutungen im Bezug auf "die Jagd auf Moslems (vermutlich speziell in der Army)" einzig und allein das... Vermutungen und dazu sicher eher unbegruendet.

Weniger Probleme?[/qoute]

Ganz im Gegenteil...

Es erwartet ja wohl niemand, dass das Militaer die Praxis der zivilen Berufe uebernimmt, wo man praktisch von einem auf den anderen Tag kuendigen kann. Aber es muss doch einen Mittelweg geben zwischen sofortiger Kuendigung und der Versklavung bis ans Lebensende...

Gibt es ja auch und zwar regelmaessig alle soundso viele Jahre, je nachdem unter welchen Voraussetzungen man beigetreten ist.

Ist es nicht? Es gibt doch wohl mehr als genug Berichte von den ganzen traumatisierten Soldaten, die aus den Kriegen heimkommen. Das solltest Du nicht herunterspielen.

Tu ich ja auch gar nicht, aber man bedenke dabei, dass besagter Herr Hasan noch nie deployed war und somit keinerlei Grund fuer Traumatisierung hatte und weiter sollte man auch bedenken, dass es wesentlich mehr gibt die nicht "ganz so traumatisiert heimkommen"... wobei der Iraq Krieg da ja im Vergleich z.B. zum Vietnam Krieg noch ein cake walk ist.

Nicht so schlimm.
Gut dann solltest du am besten mal selbst an die Front, dir alles angucken wie es dort Anfangs aussah und dann kannst du uns ja nochmal erzaehlen ob es echt nicht schlimm ist.

Ich hab nie behauptet, dass es nicht schlimm ist, aber eben doch wohl nicht ganz so schlimm denn es gibt mehr Soldaten die ohne Schaden daraus wegkommen wie mit... und das schon seit ueber 17 Jahren.

Find es nicht inordnung das es als nicht so schlimm bezeichnet wird.

Und worauf basierst Du da Deine Meinung?

Einer aus meinem Mann seiner Einheit (mit der er das erste mal im Iraq war) hat Fotos. Und ja, ich hab sie mir angeguckt. Schon klar, alles total harmlos.


Wer oder wo hat/wurde das je behauptet?

Ich habe meinem Mann damals nach der Rueckkehr gesagt, das wenn er was erzaehlen moechte er das gerne tun kann aber ich ihn nicht ausquetschen oder bedraengen werd was zu erzaehlen. Nach und nach hat er erzaehlt und auch noch davon getraeumt so das er nachts halt mal geschrien hat "Get Down!" und solch sachen.

Kenn das sehr gut...

Ja nee, ist klar, ist ja alles nicht so schlimm.
Klar, es wurde selbst entschieden einzutreten, aber deswegen hat man als nicht Soldat nicht das recht zu sagen, och ist doch alles pillepalle....sorry da koennt ich platzen.

Und dafuer ist dann auch Dein Mann hingegangen und hat um sich rumgeschossen und ein Dutzend oder so unschuldige Menschen ueber den Haufen geschossen? Und dabei solte man weiter bedenken, dass besagter Taeter noch nie auch nur in der Naehe einer Krisenzone war!!!
Das glaubt ihr doch wohl also als Grund nicht wirklich, oder?

Der Kerl hatte von Grund auf ne Schraube gewaltig locker, schon allein in Anbetracht seines religioesen Fanatismus, aber sicher auch anderweitig!!!
 

sylvia

Well-Known Member
Ehe-GC
Klar hatte Hasan keinen Grund fuer Traumatiesierung . Mit meinem Post wollte ich einfach nur deutlich machen das ein Krieg schlimm ist.
Ich finde persoehnlich das kein Krieg ein Cake Walk ist.
Krieg ist Krieg, klar war der Vietnam Krieg um einiges schlimmer aber Krieg bleibt fuer mich nunmal Krieg.

Ich denke nicht das Soldaten komplett ohne "Schaden" da wieder raus kommen.
Manche verarbeiten es einfach besser und einfacher wie manch andere. Kommt natuerlich auch darauf an was der-/diejenige dort vor Augen bekommen hatte.

Nein, mein Mann hat die traumatischen Erlebnisse und Bilder anderweitig verarbeitet.
Es ist mir schon klar das der Taeter noch in keiner Kriegszone war.
Wie oben schon geschrieben handelte es sich bei meinem Beitrag darum das ein Krieg kein Zuckerschlecken ist.

Sodele, nun zurueck zu Hr. Hasan. Der wird schon seine gerechte Strafe bekommen.
 
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