Brigitte verzichtet künftig auf Models

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Twinkler

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In Anbetracht dessen, dass viele Uebergewichtige Normalschlanke mit Beschimpfungen von "Klappergestell" ueber "duerre Bohnenstange" bis zu "tapeziertes Skelett" versehen und Parolen wie "dick ist schick" und "fett ist nett" klopfen, bekommt man durchaus diesen Eindruck.
von mir bekommt sowas def. niemand zu hören, 1. weil ich weiß wie es ist sprüche oder ausdrücke an den kopf geworfen zu bekommen und 2. weil ich das einfach nicht so sehe und niemals einen menschen dermaßen beleidigen und verletzen würde !

10 kg Uebergewicht ist (zu) dick.
50 kg Uebergewicht ist krankhaft fettleibig, und zwar egal bei welcher Koerperlaenge.

Eine 1,60 m grosse Frau (US-Durchschnitt) ist mit 77 Kilogramm bereits im gefaehrlichen Bereich, sofern sich nicht stark muskuloes ist. Wenn so jemand dann 115 Kilo auf die Waage bringt, also die von Dir genannten 50 Kilo Uebergewicht hat, bei denen "dick" in Deiner Wahrnehmung erst anfaengt, dann liegt der BMI bereits bei 45, und die arme Person sollte sich sofort in aeztliche Behandlung begeben, um das exzessive Fett schonend abzubauen und gesundheitliche Dramen zu verhindern.
entschuldige, da habe ich mich falsch ausgedrückt, wollte es nur etwas überzogen ausdrücken !
dick fängt auch für mich nicht erst bei 50 kg übergewicht an !
tja, ich bin eine solche arme person und habe schon sehr oft versucht mir ärztliche hilfe zu suchen, aber das ist leider extrem schwer und man muss sich auch dazu immer wieder neu aufraffen was nach jedem rückschlag auch immer schwerer wird !

Es ist hier geradezu Standard, dass Dicke (und zwar auch krankhaft Fettleibige mit fortgeschrittener Adipositas) sich gegenseitig versichern, wie grossartig sie doch heute wieder aussehen.
ok, das habe ich bei uns so auch noch nicht erlebt und wenn dann nicht bezogen aufs gewicht, sondern generell für ihre verhältnisse dann gut !
 

Ezri

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I

Das betrachte ich als falsch. In den USA sind Dicke per se "BBW" oder "BBM", waehrend Duenne mit gesunden Proportionen oft Hohn und Spott ausgelegt sind. Und waehrend die PC es nicht erlaubt, Dicke auch als "dick" und Fette als "fett" zu bezeichnen, ist es schick, von Schlanken als "duerr" zu sprechen. In der Schweiz mag das anders sein.

Das kannst Du betrachten wie Du willst, ich schreib hier auch nicht für die USA, da weiß ich es nicht. Aber hier in der Schweiz und in Deutschland werden Dicke massiv gemobbt und da erscheint es einem dann schon als Hohn, wenn sich Dünne plötzlich als Mobbingopfer darstellen.

In den 80ern gab es mal eine Zeit, da sprach man vom Wohlfühlgewicht. Schade, daß man davon so gar nicht mehr spricht.

In der Dove-Werbung "Pro-Aging" sieht man übrigens völlig normalgewichtige Frauen, die aus Deiner Perspektive wohl schon zu den Dicken gehören.
 

Muus

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In den 80ern gab es mal eine Zeit, da sprach man vom Wohlfühlgewicht. Schade, daß man davon so gar nicht mehr spricht.

Ich erreiche mein Wohlfuehlgewicht nach verschlingen eines Schoggikuchens... :totlach



In der Dove-Werbung "Pro-Aging" sieht man übrigens völlig normalgewichtige Frauen, die aus Deiner Perspektive wohl schon zu den Dicken gehören.

Ah.. Dove Werbung... :schmacht find ich gut :up
 

Twinkler

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Emmaglamour

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Das kannst Du betrachten wie Du willst, ich schreib hier auch nicht für die USA, da weiß ich es nicht.
Ich gebe ganz objektiv und mit Zahlenbeispielen belegt die medizinische Betrachtung an. Mit meiner persoenlichen Meinung hat das erstmal nichts zu tun.
Aber hier in der Schweiz und in Deutschland werden Dicke massiv gemobbt und da erscheint es einem dann schon als Hohn, wenn sich Dünne plötzlich als Mobbingopfer darstellen.
Dass Dicke "in Deutschland massiv gemobbt" wuerden, stimmt doch einfach nicht. Die Dicken sind laengst in der Mehrheit, die Duennen sind deutlich in der Minderheit, und eine kleine Minderheit kann kaum die Mehrheit mobben... Das ist praktisch gar nicht moeglich.
In den 80ern gab es mal eine Zeit, da sprach man vom Wohlfühlgewicht. Schade, daß man davon so gar nicht mehr spricht.
In den 80ern war die Mehrheit noch laengst nicht so dick wie heute. Und wer heute dick ist, konnte mir bislang leider nicht glaubhaft erzaehlen, dass er sich wirklich wohlfuehlt, wenn er beim Hochsteigen von 12 Treppenstufen schon Schnappatmung bekommt, wenn die Oberschenkel bei jedem Schritt aneinander schubbern, wenn man sich nicht nach einem heruntergefallenen Gegenstand buecken kann, ohne Schwindel und Balanceprobleme zu bekommen, etc.
In der Dove-Werbung "Pro-Aging" sieht man übrigens völlig normalgewichtige Frauen, die aus Deiner Perspektive wohl schon zu den Dicken gehören.
Aus gesundheitlicher Sicht sind sie das zum Teil, ja. Du zeigst aber, dass Du ebenfalls in der visuellen "Fat Gap" zu stecken scheinst, wenn Du Uebergewicht nicht mehr als Uebergewicht wahrnimmst, sondern es als "normal" verharmlost. Es ist eben inzwischen "normal", zu dick zu sein, und leider setzen viele Leute "gesund" mit "normal" gleich. Das sind aber zwei verschiedene Dinge.

Und dass ich einen Koerperfettanteil von ueber 15 Prozent gemeinhin unaesthetisch finde, habe ich ja schon gesagt. Das tut aber im Grunde nichts zur Sache. Ich finde eben gesunde, fitte Menschen schoener als ungesunde. Dafuer kann ich dem Jugendwahn nichts abgewinnen - ich finde faltige Gesichter naemlich meist viel schoener als faltenfreie.
Schrecklich sowas!!! Wie gut, dass ich die Ralph Lauren Marke eh noch nie ausstehn konnte!
Das ist schlichtweg grotesk, aber es ist ja auch nicht "echt". Die Frau sieht ja so nicht aus (thank GOD).
Wobei man natuerlich nicht vergessen darf, dass Models in Japan und China fuer uns ohnehin extrem duenn sind und der "Standard" dort erheblich duenner ist als hier. In China gelte ich mit Groess 8/38 bei 5'10" als fett. Fuer Japan oder China ist die Darstellung auf dem fraglichen Plakat schon ziemlich repraesentativ.
omg, das find ich noch viel unästhetischer als "dickere" models !
also wenn das nicht zu dünn ist weiß ich auch nich !
Nochmal, das ist nicht "echt". Dieses Model hat nie auch nur annaehernd so ausgesehen. Man hat ein Foto extrem stark bearbeitet und einer Frau, die ca. 55 Kilo wiegt, geschaetzte 20 Kilo wegeditiert.
Diese Darstellung ist schlichtweg krank, und sie sollte ein Grund sein, Ralph-Lauren-Produkte zu boykottieren, finde ich.

Das ist uebrigens in meinen Augen der interessanteste Aspekt an der ganzen Sache: Viele der Frauen, die die Darstellung hoehergewichtiger Frauen in den Medien politisch korrekterweise bejubeln, lassen ihren Jubeleien keine Taten folgen. Boykottiert doch einfach die fraglichen Zeitschriften oder Produkte, und bekundet Eure Boykotts mit Schreiben an die Unternehmen/Verlage.

Tatsache ist nun mal: Die Zeitschriften, die dickere Frauen auf dem Titel haben als Standardmodels, die verkaufen sich nicht sonderlich gut. Offenbar sind diese Jubeleien also Lippenbekenntnisse, und tatsaechlich wollen auch diejenigen (oder viele derjenigen), die lautstark "hurra" schreien, die dickeren Models ueberhaupt nicht sehen und fuehlen sich von den Darstellungen, wenn sie wirklich mal umgesetzt werden, nicht angesprochen. Da denke ich mir doch: "Hypocrite, ick hoer dir trapsen".

Fakt ist doch: Die Frauenzeitschriftenkaeuferinnen haetten es selbst in der Hand. Sie koennen am Zeitschriftenstand mit ihrer Auswahl hoechstselbst bestimmen, welche Darstellungen sie sehen wollen. So lange sie aber lieber zu den gertenschlanken Darstellungen greifen und nicht zu den Titelbildern mit fuelligeren Frauen, so lange bestimmen sie selber, dass die Zeitschriften gertenschlanke Frauen abdrucken.
 
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Ezri

Adminchen
Administrator
Dass Dicke "in Deutschland massiv gemobbt" wuerden, stimmt doch einfach nicht. Die Dicken sind laengst in der Mehrheit, die Duennen sind deutlich in der Minderheit, und eine kleine Minderheit kann kaum die Mehrheit mobben... Das ist praktisch gar nicht moeglich.
"Deutsche Panzer rollen wieder" oder "Schieb den Wal..." Untergwichtig wie ich war, wurde ich in der Schule nie gemobbt, aber dickere Kinder schon und das zieht sich durch alle Schichten und hat auch heute noch seine Gültigkeit nicht verloren. Dicke werden mehr und massiver gemobbt als Dünne.
In den 80ern war die Mehrheit noch laengst nicht so dick wie heute. Und wer heute dick ist, konnte mir bislang leider nicht glaubhaft erzaehlen, dass er sich wirklich wohlfuehlt, wenn er beim Hochsteigen von 12 Treppenstufen schon Schnappatmung bekommt, wenn die Oberschenkel bei jedem Schritt aneinander schubbern, wenn man sich nicht nach einem heruntergefallenen Gegenstand buecken kann, ohne Schwindel und Balanceprobleme zu bekommen, etc.
Ich kanns, ich hab weder Schnappatmung, noch hab ich Schwindelgefühl, wenn ich mich nach Gegenständen bücke. Kannst Dich gern bei mir persönlich davon überzeugen. Und wie ich an anderer Stelle schon mal sehr ausführlich darlegte, war ich massiv untergewichtig und hatte damit reale gesundheitliche Probleme. Die hab ich nicht mehr und sie wurden auch nicht durch andere ersetzt.
Aus gesundheitlicher Sicht sind sie das zum Teil, ja. Du zeigst aber, dass Du ebenfalls in der visuellen "Fat Gap" zu stecken scheinst, wenn Du Uebergewicht nicht mehr als Uebergewicht wahrnimmst, sondern es als "normal" verharmlost. Es ist eben inzwischen "normal", zu dick zu sein, und leider setzen viele Leute "gesund" mit "normal" gleich. Das sind aber zwei verschiedene Dinge.
Ich würde eher sagen, daß das sogenannte Normalgewicht gar nicht normal ist, sondern schon Untergewicht ist. Möglicherweise steckst Du ja in der "Thin Cap" -Falle, wurdest im Laufe der Zeit eingelullt, daß ein nur ein BMI von 20 gut ausschaut und gesund ist. All die Jahre, mit superschlanken Models auf Titelseiten, superschlanken Schauspielerinnen (Calista Flockhart, Sarah Jessica Parker, nicht zuletzt Victoria Beckham). Steter Tropfen höhlt den Stein, man wächst damit auf, alles was etwas mehr wiegt, wird sofort als fett abgestempelt, alles was auch nur den Hauch von Speck auf den Hüften hat, wird als fett abgestempelt, wird als krank propagiert. Wie wohltuend war dann mal so ein Model wie Anna Nicole Smith, nicht gerade helle im Kopf, aber mit einer normalen harmonischen Figur gesegnet war. Vielleicht sollte mal nicht die Diät-Industrie sondern Ottonormalärzte das Normalgewicht festlegen, was es ohnehin nicht geben kann, denn auch Sportler kommen, je nach Sportart, über den so viel zitierten BMI.
Und dass ich einen Koerperfettanteil von ueber 15 Prozent gemeinhin unaesthetisch finde, habe ich ja schon gesagt. Das tut aber im Grunde nichts zur Sache. Ich finde eben gesunde, fitte Menschen schoener als ungesunde.
Ich bin gesund und fit und entsprech dennoch nicht Deinem Schönheitsideal, vielleicht solltest Du etwas anders mit dem Wort "gesund" umgehen, denn ich bin, wie schon erwähnt, unverschämt gesund und fit.
Dieses Model hat nie auch nur annaehernd so ausgesehen. Man hat ein Foto extrem stark bearbeitet und einer Frau, die ca. 55 Kilo wiegt, geschaetzte 20 Kilo wegeditiert.
Diese Darstellung ist schlichtweg krank, und sie sollte ein Grund sein, Ralph-Lauren-Produkte zu boykottieren, finde ich.
Es werden auch Knochen wegretouchiert und Fleisch auf den hintern gephotoshopt.
Das ist uebrigens in meinen Augen der interessanteste Aspekt an der ganzen Sache: Viele der Frauen, die die Darstellung hoehergewichtiger Frauen in den Medien politisch korrekterweise bejubeln, lassen ihren Jubeleien keine Taten folgen. Boykottiert doch einfach die fraglichen Zeitschriften oder Produkte, und bekundet Eure Boykotts mit Schreiben an die Unternehmen/Verlage.
Ich les generell keine Frauenzeitschriften.
Tatsache ist nun mal: Die Zeitschriften, die dickere Frauen auf dem Titel haben als Standardmodels, die verkaufen sich nicht sonderlich gut. Offenbar sind diese Jubeleien also Lippenbekenntnisse, und tatsaechlich wollen auch diejenigen (oder viele derjenigen), die lautstark "hurra" schreien, die dickeren Models ueberhaupt nicht sehen und fuehlen sich von den Darstellungen, wenn sie wirklich mal umgesetzt werden, nicht angesprochen. Da denke ich mir doch: "Hypocrite, ick hoer dir trapsen".
Das bleibt noch abzuwarten, denn bisher werden noch keine Zeitschriften mit Normalgewichtigen Frauen verkauft, ergo gibts noch keine Verkaufszahlen.
Fakt ist doch: Die Frauenzeitschriftenkaeuferinnen haetten es selbst in der Hand. Sie koennen am Zeitschriftenstand mit ihrer Auswahl hoechstselbst bestimmen, welche Darstellungen sie sehen wollen. So lange sie aber lieber zu den gertenschlanken Darstellungen greifen und nicht zu den Titelbildern mit fuelligeren Frauen, so lange bestimmen sie selber, dass die Zeitschriften gertenschlanke Frauen abdrucken.
Wie gesagt, es gibt noch keinen Vergleich, also abwarten und :tee trinken.
 

Mela

Well-Known Member
Ich würde eher sagen, daß das sogenannte Normalgewicht gar nicht normal ist, sondern schon Untergewicht ist. Möglicherweise steckst Du ja in der "Thin Cap" -Falle, wurdest im Laufe der Zeit eingelullt, daß ein nur ein BMI von 20 gut ausschaut und gesund ist.

Soll das heißen, ein BMI von 20 wäre schon grenzwertig-untergewichtig in deinen Augen?
 
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