Hey Anja das tut mir Leid.. Anscheinend hattest du nicht sehr viel Glück (wie ich das aus deiner story lese), aber man muss immer das Beste aus Allem versuchen zu machen, denn alles geschieht aus einem (guten) Grund. Manchmal versteht man das nicht (das muss man auch nicht verstehen), wir müsen das aber akzeptieren.
Das sehen nur Fatalisten so.
Hey Emma !!
Ich habe schon gehört, dass man manchman lange bei der GC-Lottery auf den gewünschten Gewinn warten muss, aber dass es soooooo laaaaange dauern kann, wie du mir das am eigenen Beispiel schilderst.. ?
Ich kann und will nicht so lange warten..
Das eine, das man will, und das andere, das man kann.
Fakt ist, Du qualifizierst Dich nicht fuer ein Arbeitsvisum. Und einen Lotteriegewinn kann man nicht erzwingen und auch nicht planen, da kann man noch so laut "ich will!" rufen und meinetwegen auch mit den Fuessen aufstampfen. Vielleicht setzt Du Dich mal mit dem Investorenvisum auseinander - und faengst an, kraeftig zu sparen...
Bin zwar nicht die Jüngste, aber auch nicht die Älteste und wann wenn nicht JETZT auswandern??
Jetzt kannst Du aber nun mal nicht in die USA auswandern, weil Du
jetzt kein entsprechendes Visum hast. Das ist nun mal die Realitaet.
Bin ledig, kinderlos, habe (etwas längere Zeit als) 12 Jahre Schule hinter mir, hab eine erfolgreich abgeschlossene Ausbidung mit über 3 Jahren Berufserfahrung (umschulen würde ich mich sowieso), nun garantiert die Teilnahme an der Lottery nicht 100% Sicherheit auf den gewünschten Gewinn... (obwohl es sei leichter als eine "3" im Lotto zu gewinnen - sagt man).
Spiel mit, wenn Du gewinnst, super. Die Gewinnchancen fuer Europaer liegen historisch so ungefaehr bei 1:100, wenn ich mich recht erinnere. Das mag besser sein als ein Dreier im Lotto, aber es ist keine Gewinnwahrscheinlichkeit, auf der ich meine Zukunftsplaene aufbauen wuerde, denn die Chance, dass man
nicht gewinnt, liegt eben im Umkehrschluss bei 99:100.
Und wenn Du "sowieso umschulen" wuerdest, warum dann nicht jetzt mit der Umschulung anfangen, sprich, ein Studium aufnehmen, idealerweise in einem MINT-Bereich, der die Chancen auf ein Arbeitsvisum erhoeht? Warum warten? Ziele erreicht man am besten, indem man darauf hinarbeitet...
Ich möchte wissen, ob man als Volunteer in der USA erflogreich sein kann. Ich habe gehört, dass man als Volunteer in Kirchen, Kinderheimen, Hospitals oder Foundations (z.B. "Make a wish") "arbeiten" kann und was das mit sich bringt.
Erfolgreich sein? Nein. "Volunteering" heisst
ehrenamtlich arbeiten, also arbeiten ohne Entlohnung jedweder Art (auch Kost und Logis gilt als Entlohnung und darf nicht angenommen werden). Das kann man unter B-Visum machen, ebenso wie ein FSJ oder dergleichen, aber man muss ausreichend Schotter haben, um sich den Aufenthalt waehrend des Volunteerings finanzieren zu koennen. Was Volunteering bringt: Das gute Gewissen, fuer einen guten Zweck Zeit und Kraft aufgebracht zu haben.
Und der letzte Punkt: warum ich so unbedingt nach USA will?
Ich bin ehrlich: die politische(n) bzw soziale(n) Situation(en) geben mir keine Ruhe. Ich habe es satt für jmd zu arbeiten, der Nichts für sein Geld tut (Hartz IV-Empfänger).
Na, dann kann man ja nur hoffen, dass Du niemals in eine Situation geraetst, in der Du auf finanzielle Hilfe vom Staat angewiesen bist. Nebenbei: Das Geld, das Hartz-4-Empfaenger bekommen, geht zu 100% wieder in den Wirtschaftskreislauf, weil diese Menschen es sich gar nicht leisten koennen, nicht 100% ihres "Einkommens" wieder fuer Konsumartikel wie Lebensmittel auszugeben. Und unter anderem wegen des sehr guten sozialen Netzes und dessen "Wirtschaftsinkubatorfunktion" hat Deutschalnd sich vor einigen Jahren binnen weniger Monate aus der globalen Wirtschaftskrise befreien koennen und vermeldete kurz danach Rekordbeschaeftigung. Und der Steueranteil, der am Ende in Programmen wie Hart 4 landet, ist verschwindend gering. Da wuerde ich mich doch mal fragen, ob den Aermsten der Armen noch das Wenige, das sie bekommen und das ihnen kaum das Noetigste erlaubt, zu neiden, ethisch vertretbar ist. Ich wuerde mich schaemen, und ich helfe lieber den Armen als - wie in den USA - den Reichen. Denn genau das passiert in den USA und der hier herrschenden De-facto-Kleptokratie: Hier schuften die Armen zugunsten von Steuererleichterungen fuer die Reichsten der Reichen - und fuers Militaer.
Ich finde es auch total unfair, was hier in De geschieht und dass man das noch akzeptiert, denn es gibt keinen der etwas dagegen tut.
Was "geschieht" denn in Deutschland, wogegen keiner etwas tut?
Ich America ist es anders: no job no life in the USA - richtig?
...weil es ja sooo viel besser ist, Arme verhungern zu lassen...
Außerdem zieht mich nach USA wahrscheinlich das, was auch DICH dahin gezogen hat - eine Chance auf ein besseres bzw reicheres an Möglichkeiten Leben.
Das hat mich todsicher
nicht in die USA gezogen. Ich bin aus zwei Gruenden in die USA gezogen: 1. Mein damaliger Lebensgefaehrte war Ami und hatte keine Chance auf einen Job in Deutschland, also gab's nur eine Variante, wenn wir auf derselben Seite des Ozeans leben wollten, und 2., ich war beruflich staendig zwischen Deutschland und den USA unterwegs und bin 15 bis 20 Mal pro Jahr in die USA geflogen, und mir ging einfach die staendige Fliegerei auf den Keks. Mit der Umsiedelung in die USA konnte ich aufhoeren, kumulierte Wochen in Flugzeugen und auf Flughaefen zu verbringen. Aber ein besseres Leben hatte ich ganz klar in Deutschland - wie die meisten Leute, die zur Mittelklasse gehoeren in Deutschalnd oder ueberhaupt in Nord- und Zentraleuropa ein erheblich besseres Leben haben. Mir gehen in den USA unglaublich viele Dinge auf den Schockoklicker, die es in Deutschland (oder Zentral-/Nordeuropa) so zum Glueck nicht gibt; das faengt bei dem absurden Gesundheitssysten an, setzt sich ueber die fortschreitende Dummheitsverehrung und den christlichen Talibanismus fort und hoert beim mangelhaften Transportsystem, dem mangelhaften Bildungsystem, der Waffenverehrung und fehlenden Umweltschutz noch lange nicht auf. Ich kann mir auch absolut nicht vorstellen, in den USA meinen Lebensabend zu verbringen. Der Gedanke, in diesem Land mit seiner Ellbogenkultur und seinem Egoismus alt und krank zu sein, aengstigt mich halb zu Tode.
Mit der Sesamstraße bin ich so gut wie groß geworden. Hab dadurch auch englisch lernen können und seitdem ich zurück aus dem Urlaub aus Florida bin (letztes Jahr), kann ich kaum an etwas anderes denken als an Auswandern. Es ist mir klar, dass man das Urlaber-leben mit dem "richtigen" Leben in America nicht vergleichen kann, aber ich habe den Mut um etwas Neues auszuprobieren und bin offen für alles. (Übrigens - um neu anzufangen - davor habe ich keine Angst - hab das schon erlebt als wir nach De gekommen sind).
Na
dann. Sesamtrasse-gestaehlt wie Du bist fehlt Dir ja dann nur noch das Visum. Kleinigkeit. [/Ironiemodus]