Zum Glueck sind wir Pessimisten -Die German Angst

AndreasS

Well-Known Member
Das ist wirklich lustig. In Deutschland sinkt die Arbeitslosigkeit unerwartet (anstatt zu steigen) und die meisten warnen davor, dass das noch nichts bedeute und die schlimmsten Zeiten noch bevorstuenden. Hier steigt die Neuarbeitslosigkeit etwas weniger als erwartet, insgesamt erreicht die Arbeitslosenquote neue Rekordwerte und alle sprechen von einem grandiosen positiven Signal...

Naja daran erkennt man die optimistische und die pessimistische Sichtweise :)

OT:
es ist schon sehr seltsam...

Ne seltsam ist eher, dass man mit 520.000 mehr ohne Job rechnet und die Arbeitslosigkeit so auf 9,2% steigt ABER 345.000 verlieren nur ihren Job, tortzdem steigt die Arbeitslosigkeit auf 9,4% also hoeher als mit den erwarteten 540.000 ??? man koennte vermuten das da ein bissel die Zahlen "angepasst" wurden ... wurde auch schon auf Bloomberg spekuliert :)
 
Ne seltsam ist eher, dass man mit 520.000 mehr ohne Job rechnet und die Arbeitslosigkeit so auf 9,2% steigt ABER 345.000 verlieren nur ihren Job, tortzdem steigt die Arbeitslosigkeit auf 9,4% also hoeher als mit den erwarteten 540.000 ??? man koennte vermuten das da ein bissel die Zahlen "angepasst" wurden ... wurde auch schon auf Bloomberg spekuliert :)

Nicht unbedingt in dieser Hinsicht. Denn die 520.000 waeren ja gestrichene Jobs gewesen und der starke Anstieg kommt nun daher, dass ploetzlich mehr Leute einen Job suchen, auch solche, die in den Monaten davor nicht gezaehlt wurden, weil sie keine Chance sahen und z. B. auch viele Schulabgaenger. Wobei das natuerlich auch zeigt, wie geschoent die Statistik sein muss...
 

Emmaglamour

Well-Known Member
Greencard
Bei den Zahlen sind aber auch nicht die Leute dabei, die in Kurzarbeit sind, 1-Euro-Jobs haben, in einer Weiterbildung stecken, in Arbeitslosigkeit krankgeschrieben sind, vom Amt finanziell unterstützt werden, weil das Gehalt nicht reicht, diejenigen, die aus welchem Grund auch immer kein Geld bekommen usw. usw. Gerade die Arbeitsmarktzahlen werden gern schöngerechnet.
Es ist doch aber nicht so, dass Deutschland als einzigste Land auf der Welt eine recht "interessante" Art hat, seine Arbeitslosenquote zu bestimmen, aber gerade dies wird in er Oeffentlichkeit, dank des Pessimismus, immer verbreitet ... alle veroeffentlichen eine "echte" Arbeitslosenquote, nur Deutschland rechnet schoen ... in der Realitaet: Bsp. USA, da erfragt man monatlich, wer es den aufgegeben hat einen Job zu finden, weil er/sie eh keine Chance hat... diese Leute werden dann dort aus der Statistik gestrichen und so kann es vorkommen das 400.000 Leute ihren Job verloren haben, man aber einfach 500.000 streicht, weil die die Jobsuche aufgegeben haben und so die Arbeitslosenquote sinkt :) ... wuerde man eine aehnliche Strategie in D. anwenden und alle rausstreichen die die Jobsuche aufgegeben haben Bsp. viele Leute im Alter 55+ , welche nur sehr schwer in D. einen Job finden, dann viele Leute die keinen Schulabschluss oder Ausbildung haben und so Qualifikationen fuer einen Job fehlen, usw. usw. dann haetten wir wohl auch ne Million weniger Arbeitslose und eine Arbeitslosenquote von 4-5%
Hier steigt die Neuarbeitslosigkeit etwas weniger als erwartet, insgesamt erreicht die Arbeitslosenquote neue Rekordwerte und alle sprechen von einem grandiosen positiven Signal...es ist schon sehr seltsam
Ne seltsam ist eher, dass man mit 520.000 mehr ohne Job rechnet und die Arbeitslosigkeit so auf 9,2% steigt ABER 345.000 verlieren nur ihren Job, tortzdem steigt die Arbeitslosigkeit auf 9,4% also hoeher als mit den erwarteten 540.000 ??? man koennte vermuten das da ein bissel die Zahlen "angepasst" wurden ... wurde auch schon auf Bloomberg spekuliert :)
Ich weiß gar nicht, warum eine Wirtschaftspublikation wie "Bloomberg" da groß spekulieren muss. In den USA werden in der AL-Statistik nur solche Arbeitslosen erfasst, die arbeitssuchend sind, seit weniger als 12 Monaten arbeitslos sind UND sich für AL-Geld qualifizieren. Wer von keine Unemploymentzahlungen bekommt, der wird von vornherein nicht aufgeführt, und wer länger arbeitslos ist als 12 Monate, der purzelt aus der Statistik. Wie sich die AL-Quote also verändert, das hängt nicht nur von der Zahl der Neuarbeitslosen ab, sondern in gleichem Maße von der Zahl derer, die länger als 12 Monate arbeitslos sind und die Statistik "verlassen".


Soviel zum Thema, es seien "die Deutschen", die ihre Statistik "schönrechnen" würden... Ich sage ja nicht, dass die Deutschen das nicht tun, aber gegen die USA sind sie die diesbezüglich reinsten Chorknaben. ;) Realistischerweise dürfte die AL-Quote hierzulande (USA) jedenfalls eher bei 20% liegen. Aber das schreibt natürlich keiner, denn das wäre ja nicht optimistisch, gelle... ;) :D

Nur jammert niemand. In Deutschland ist noch nicht viel passiert (im Vergleich zu den USA) und dennoch jammert die Mehrheit schon und viele fuerchten um ihre Jobs.
Ich find's immer wieder aufregend, dass Du so genau weißt, was "die Mehrheit" in Deutschland tut, obwohl Du so weit weg bist. Ich behaupte mal, dass ich dichter am deutschen Geschehen dran bin (was nicht ausbleibt, wenn man dauernd rüber fliegt und vorrangig für den deutschen Markt arbeitet), und ich kann diesen Eindruck überhaupt nicht teilen. Im Gegenteil. Was ich dagegen von allen Seiten höre, das ist Erleichterung über das gute soziale Netz, das sich als "automatischer Konjunkturhelfer" erweist.

Auch, dass "Deutsche" generell über alles und jedes jammern würden (irgendjemand erwähnte in diesem Zusammenhang das Wetter), kann ich nicht teilen. Im Gegenteil. Ich kenne vor allem Leute, die sich freuen, wenn sie die Sonne genießen können und die sich ebenso freuen, wenn es regnet, weil sie dann nicht gießen/sprengen müssen.

Wenn Deine Freunde dagegen "in der Mehrheit" jammern, dann würde ich wohl an jener Stelle mal ansetzen.
Ich find's immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Erfahrungen in Deutschland sind. Ich weiß ja nicht, ob das regional bedingt ist... Aber in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis gibt und gab es bislang kein Gejammere und hat es noch nie gegeben. Ich kann das echt gar nicht nachvollziehen, was Ihr so erlebt zu haben scheint *shrug*
Vielleicht ist's wirklich eine regionale Sache. Ich decke mit meinem Umfeld im Wesentlichen den Norden und Nordosten ab, und da herrscht auch bei Regen eitel Sonnenschein. :winke Vielleicht wird im Süden ja mehrheitlich gegrantelt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mela

Well-Known Member
Nein, auch aus dem Süden Deutschlands höre ich keine Klagen. Und viele meiner Freunde arbeiten im Verkauf von Autos - da war ich auch erst überrascht!
Es liegt doch immer an der Person selbst. Mein Boss, geborener Deutscher in den USA, ist Pessimist durch und durch, ich dagegen sehe immer das Positive und lasse mich nicht unterkriegen. Zu sagen "die Amis tun dies" oder "die Deutschen tun das" ist da eindeutig zu pauschal.
 

anma

Well-Known Member
Emma, musst du immer persoenlich werden? Ich erklaere mich hier nicht noch einmal. Ich habe geschrieben, woher mein Wissen und meine Eindruecke kommen, entweder nimmst du das zur Kenntnis oder bastelst dir eben deine eigene Realitaet zusammen, passt vielleicht ja auch zu deinem Job.
 
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