Kriminalität / wie "sicher" fühlt ihr euch?

Svenja2404

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#21
Blauregen: "bei der Pistole habe ich festgestellt, dass meine Trefferquote wohl hoeher sein wuerde, wenn ich direkt mit dem Ding schmeisse." da musste ich schon sehr schmunzeln, da kann ich mich nämlich nur anschließen. Selbst wenn nicht mal ne Patrone drin ist, hab ich immer Angst, dass bei sowas dann aufeinmal was losgeht und ich wild um mich schieße - mein Papa ist zwar Jäger und ich bin Waffen im Haus "gewohnt", dennoch ist es für mich sehr befremdlich, dann tatsächlich sowas mal in der Hand zu halten.


"Ohne Pistole, aber mit Taschenlampe und Machete bewaffnet", meinst Du das Ernst? Also wirklich eine Machete? Ich weiß, die Situation ist überhaupt nicht lustig, aber das kam gerade so unerwartet dass ich doch schmunzeln musste - wie handhabt es sich denn generell mit solchen Waffen, die offensichtlich keine "Küchenutensilien" mehr sind - genauso Baseballschläger, Elektroschocker etc. - das ist hier ja alles verboten in DE.
 

Blauregen

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#22
Ja, wirklich eine Machete. Den Umgang damit bin ich gewoehnt, schon von klein auf. Beim Baeumefaellen entaste ich vorzugsweise damit und das ist auch mein Lieblingswerkzeug zum Anmachholz fabrizieren. Auch hier in Deutschland habe ich so ein schoenes Buschmesser rumliegen und bin auch damit schon mal die Treppe runter gegangen, als ich dachte, unten was komisches gehoert zu haben.

Ich merke gerade, dass ich mich tatsaechlich schon einige Male "bewaffnet" habe, um etwaigen Eindringlingen zumindest einen Schreck einzujagen. Vor vielen Jahren hab ich mal meinem damaligen Chef fast eins mit einer vollen Glasflasche uebergezogen. Er war eigentlich raus zu einem Kunden, ich alleine im Laden. Allerdings hatte er noch was vergessen und ist dann zur Hintertuere wieder reingekommen, die wir sonst NIE benutzt haben. Als ich da was rappeln gehoert habe, hab ich mir einfach das erste gegriffen, was halbwegs als Waffe getaugt haette, und stand dann mit erhobener Flaschenkeule direkt vor ihm, als er reinkam. Die Tuer hat er nie wieder benutzt. :haha

Edit: Ob das mit der Machete jeweils legal war, war mir in den Momenten absolut egal, daran hab ich ueberhaupt nicht gedacht.
 
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Suze

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Citizen
#23
Hmmm - ich glaube, wenn ich mich in meinem Heim dermassen unsicher fuehlen muesste, wuerde ich wohl alles dransetzen, woanders hin umzuziehen. Gut, ist natuerlich leicht gesagt, aber wenn ich mich in meinem eigenen Haus nicht sicher fuehlen kann, da leidet doch meine Lebensqualitaet gewaltig! Also waere fuer mich die logische Folge, baldmoeglichst umzuziehen
 

Blauregen

Well-Known Member
#24
Wir haben uns in Houston normalerweise relativ sicher gefuehlt. Zwar ist bei beiden Nachbarn rechts und links eingebrochen worden in der Zeit, als wir da wohnten, aber da waren sie quasi "selbst schuld". Die einen hatten ihr Tor im Holzzaun zum Backyard nicht zugeschlossen, da sind die Einbrecher in aller Seelenruhe reinspaziert und haben sich dann hinten beim Badezimmerfenster eben selbst rein gelassen, ohne dass wer was sehen konnte. Und bei den anderen liegt die Eingangstuere so schoen blickgeschuetzt in einem Winkel und war mal eben aufgeschubst. Das war auch nur so ein Witz von Tuer und die ganzen Beschlaege waren mit zwei duerren Schraeubchen im Tuerblatt angepinnt...

Unser Haus hatte hohe Eisengitter zum Garten hin und auch vor der Haustuer. Und die waren immer abgeschlossen. Die Fenster hatten so eine Folie reingeklebt bekommen, die einerseits UV-Schutz bieten sollte, andererseits auch das Glas noch zusammenhalten, falls da ein Einbrecher oder ein Sturm reinhauen sollten. Keine uneinnehmbare Festung, aber das ganze hat es doch etwas schwieriger gestaltet. In den gut 2 Jahren, in denen wir in dem Haus waren, haben wir zumindest keine Einbruchsversuche feststellen koennen. Wenn ich an die Tuer ging und wer unbekanntes klingelte, dann hab ich das Gitter immer zu gelassen.

Natuerlich haetten wir gerne in einer nobleren Gegend gewohnt, aber das war leider nicht bezahlbar. Allerdings konnte da genau so ein Scheiss passieren. Der damalige Freund unserer Kurzen hat in einer der "besseren" Gegenden gewohnt, dicht bei ihrer Schule, und eines Abends sassen sie da fest, weil es eine Schiesserei gegeben hatte und alles abgesperrt war. Mehrere Verletzte, ein Toter. Ueber Stunden war da alles dicht und man wusste nicht, ob der Taeter noch frei herumlaeuft oder nicht.

Insgesamt war fuer mich das furchterregendste zu wissen, dass praktisch jeder Idiot bewaffnet sein koennte.
 
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Ayne

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#25
Hm... noble Gegend....
In Santa Monica wurde nachts auch schon geschossen, das habe ich vor ein paar Jahren von jemandem erfahren, der bewusst dort wohnt und zB. niemals in West Hollywood wohnen würde. Von da her...
Die Sache ist einfach folgende: aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wenn wirklich eingebrochen worden ist, man sich sehr lange nicht mehr wohlfühlt in den eigenen vier Wänden. Das mag irrational sein, vor allem, wenn man die ganze Zeit meint, die kommen wieder, aber meiner Erfahrung nach nur schwer zu ändern.
Damals waren sie so nett und kamen als wir nicht zuhause waren, im Nachhinein hatte sich herausgestellt, dass das Haus über längere Zeit beobachtet worden war. Es war die bessere Gegend einer europäischen Grosstadt.
 

Ezri

Adminchen
Administrator
#26
Die meisten Menschen sind nach einem Einbruch in ihre eigenen vier Wände traumatisiert. Sicherlich unterschiedlich stark, aber generell kann in so einem Fall eine Therapie nicht verkehrt sein.
 
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#27
Ich denke in Deutschland kann man sich ebenso unsicher fühlen, wenn man gerade zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Auch hier gibt es Gegenden, in denen man sich nachts als Frau besser nicht alleine aufhalten sollte.
Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, ist es auch schon passiert, dass jemand nachts im Erdgeschoss durch die Terrassentür eingebrochen ist während wir eine Etage höher schlafend in unseren Betten lagen. Und das in einer Straße, wo es nur Eigentumshäuser gibt. Genauso sind auch schon Junkies bei meinem Bruder eingebrochen und haben seine Playstation mitgehen lassen, um an Kohle für Drogen zu kommen (die Playstation ist schon einen Tag später bei einem 2. Hand Elektrohändler in der gleichen Siedlung wieder aufgetaucht :mauer :D ).
Einbrüche sind scheinbar überall an der Tagesordnung. Nur die Bewaffnung von Kriminellen in den USA und die fehlende deutsche Präzision beim Hausbau ist womöglich etwas furchteinflößender... :aufgeregt ;)
 

Ayne

Well-Known Member
#28
Genauso sind auch schon Junkies bei meinem Bruder eingebrochen und haben seine Playstation mitgehen lassen, um an Kohle für Drogen zu kommen (die Playstation ist schon einen Tag später bei einem 2. Hand Elektrohändler in der gleichen Siedlung wieder aufgetaucht :mauer :D ).
Hm... und den interessiert es so überhaupt nicht, wo das angebotene Zeug herkommt??
 
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