ein Ziel.. Amerika :)

S

Selfkant

Guest
Von welcher Vielfältigkeit sprichst Du denn da? Der Arbeitsmarkt in den USA ist ziemlich einseitig und setzt sich überwiegend aus Positionen im dritten Sektor zusammen. Der erste Sektor wird immer stärker automatisiert, und der zweite Sektor wurde durch fortschreitende Auslagerung der Fertigung bedenklich verkleinert. Und viele der Stellen im Dienstleistungssektor sind schlecht bezahlt.
Ich spreche von der vielseitigen Anzahl der Hotels/motels hier, der ungeheuer grossen Anzahl von Kleinbetrieben die durch Innovation leben und ueberleben, der erheblich groesseren Anzahl von Grossunternehmen die oft sehr vielseitig aufgebaut sind. Egal ob ausgelagert oder nicht (was ja hauptsaechtlich nur bei Herstellung und IT ist) gbt es in Entwicklung, Verwaltung, Verkauf und Marketing so viel vielschichtige Jobs, dass fuer jeden, der entsprechend qualifiziert ist, eine Moeglichkeit besteht (wenn die Wirtschaft wieder laeuft). Bei der Produktion und auch beim Service scheint sich ein Trand zur Rueckwanderung von Arbeitsplaetzen anzuzeigen.
 

Emmaglamour

Well-Known Member
Greencard
Ich spreche von der vielseitigen Anzahl der Hotels/motels hier, der ungeheuer grossen Anzahl von Kleinbetrieben die durch Innovation leben und ueberleben, der erheblich groesseren Anzahl von Grossunternehmen die oft sehr vielseitig aufgebaut sind.
Ich kann Dir nicht folgen. An welcher Stelle ist denn die Vielfalt größer als im Herkunftsland der Fragestellerin? Was sind denn das für "Kleinbetriebe, die durch Innovation leben" und welche "erheblich größere Anzahl von Großunternehmen, die oft sehr vielseitig aufgebaut sind" soll das sein? Könntest Du das konkretisieren?

Dass es rein zahlenmäßig mehr Hotels/Motels gibt - geschenkt. Das Land hat mehr Einwohner, also auch mehr Übernachtungsstätten. Das heißt aber nicht, dass das irgendwem den Aufstieg erleichtert, denn auch die Anzahl derer, die in diesen Übernachtungsstätten tätig sind, ist entsprechend größer.
Egal ob ausgelagert oder nicht (was ja hauptsaechtlich nur bei Herstellung und IT ist) gbt es in Entwicklung, Verwaltung, Verkauf und Marketing so viel vielschichtige Jobs, dass fuer jeden, der entsprechend qualifiziert ist, eine Moeglichkeit besteht (wenn die Wirtschaft wieder laeuft).
Schlüsselworte "...der entsprechend qualfiziert ist". Die notwendige Qualilfikation will die OP sich aber nicht verschaffen, wenn ich ihre Frage richtig lese. Und "wenn die Wirtschaft läuft", dann findet man auch in anderen Ländern Jobs, für die man qualifiziert ist. Das ist ja nun kein Alleinstellungsmerkmal der USA.
Bei der Produktion und auch beim Service scheint sich ein Trand zur Rueckwanderung von Arbeitsplaetzen anzuzeigen.
Hättest Du dafür mal Belege, die diese Ansicht untermauern? Besonders in Bezug auf die Rückwanderung von Arbeitsplätzen im zweiten Sektor? Soweit ich das sehe, ist das Gegenteil der Fall: Diese Arbeitsplätze sind ein für allemal weg, und weitere US-Unternehmen verlagern die Produktion ins Ausland. Dell hat gerade erst sein letztes Werk in den USA geschlossen und baut eine große Fertigungstätte in China. Unser Mitglied Tom61 berichtet, dass es ihm so gut wie unmöglich ist, in den USA gefertigte Textilien für seinen Laden zu finden. Ich sehe da keine Rückwanderung. Wo wird denn rückgewandert?
 

ollie

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Ehe-GC
Das stimmt leider Alles!
Nehmt doch meinen Fall als Beispiel. Seit einigen Jahren top qualifiziert in der Luftfahrtbranche. Alle notwendigen Lehrgaenge, Kurse und Extras besucht...
Was hat's gebracht???? Mein langjaehriger AG hat mich nicht entsandt und ich stand doof da.
Das ist jetzt aber ein Gegenbeispiel, oder?
 

ollie

Well-Known Member
Ehe-GC
In Deutschland dagegen sehe ich es zumindest in meiner Branche sehr viel häufiger, dass Menschen ohne Studienabschluss in Führungspositionen gelangen, weil doch verstärkt aufs Können geachtet wird.
Liegt das nicht eher daran, dass es hier zum college keine Alternative wie die klassische Lehre gibt?
 

Emmaglamour

Well-Known Member
Greencard
Liegt das nicht eher daran, dass es hier zum college keine Alternative wie die klassische Lehre gibt?
Nicht wirklich. Jedenfalls dann nicht, wenn man wirklich von meinem Beruf ausgeht, denn man kann zwar auf "Journalist" studieren, aber das ist kein geschützter Beruf, und Quereinsteiger haben ebenfalls realistische Aufstiegschancen, wenn sie's richtig anstellen.

Aber auch bei anderen Berufen würde ich sagen: nee, sehe ich nicht so. Wenn ich "mit Studienabschluss" sage, dann meine ich schon etwas, das mit einem deutschen Studium vergleichbar ist, also mindestens einen BA/BS, kein Zweijahrescollege. Für den Einstieg die klassischen deutschen Lehrberufe, die einem durchaus Aufstieg ohne Studium ermöglichen, muss man sich in den USA i.d.R. auch nicht erst einen BA oder BS aneignen. Entweder sind das Anlernberufe (Beispiel Bau) oder man geht ein paar Wochen oder Monate auf eine Akademie (oder macht einen Onlinekurs...) und erwirbt eine Lizenz (Beispiele Frisör, Makler, KFZ-Mechaniker) oder man geht zwei Jahre aufs CC oder auf eine "Vocational School" (Beispiele Krankenpflege, Mediengestalter, Paralegals). Hocharbeiten können sich aber meinem Gefühl nach die wenigsten dieser angelernten oder berufsakademisch geschulten oder mit einem Zweijahresabschluss gesegneten Fachkräfte, wenn sie nicht höhere Studienweihen anstreben.
 
S

Selfkant

Guest
Hättest Du dafür mal Belege, die diese Ansicht untermauern? Besonders in Bezug auf die Rückwanderung von Arbeitsplätzen im zweiten Sektor? Soweit ich das sehe, ist das Gegenteil der Fall: Diese Arbeitsplätze sind ein für allemal weg, und weitere US-Unternehmen verlagern die Produktion ins Ausland. Dell hat gerade erst sein letztes Werk in den USA geschlossen und baut eine große Fertigungstätte in China. Unser Mitglied Tom61 berichtet, dass es ihm so gut wie unmöglich ist, in den USA gefertigte Textilien für seinen Laden zu finden. Ich sehe da keine Rückwanderung. Wo wird denn rückgewandert?
Leider habe ich nur anekdotsche Kenntnisse. Mein Arbeitgeber hat gerade ein Werk zurueck geholt! Von Cuetomer Service Centern, die wieder zurueckverlagert weden, hoert und liesst man auch des oefteren.
 

Ezri

Adminchen
Administrator
Hallo Kristin,

ich lebe ja erst seit 8 Jahren in der Schweiz und das auch noch recht nahe an der Deutschen Grenze, aber dennoch bekomm ich nicht mehr alle Entwicklungen in Deutschland mit. Von daher ists wurscht, ob die Gastmutter Deutsche ist oder war, auch sie wird sicherlich nicht mehr so ganz auf dem Laufenden sein, was Deutschland angeht.
Letztendlich auch Wurscht.

Du hast ein Ziel, den einen Weg, der zum Ziel führen könnte, möchtest Du nicht so gern beschreiten. Deine Ungeduld kann ich auch absolut verstehen, aber dann bleibt Dir halt nur die Greencard Lottery oder ein Investorenvisum (Geschäftsidee und Geld). :)
Bis sich das eine oder andere realisiert oder realisieren läßt kann es ja auf keinen Fall schaden, wenn Du dich doch weiterbildest oder wie schon vorgeschlagen, in Deinem Beruf durch Europa tingelst. Gerade in Deinem Beruf sind Auslandserfahrungen sehr hilfreich beim Aufstieg auf der Karriereleiter ;)
 

Emmaglamour

Well-Known Member
Greencard
Danke, Ulrich, die Links schaue ich mir mal an. :)
 
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