Moving to Mexico.... ;) hihi

Muus

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Es gibt für die französischsprachige Schweiz aber keine Pflicht, Deutsch zu lernen, viele haben als 1. Fremdsprache jedoch oftmals Deutsch in der Schule, selten Italienisch. Mittlerweile beginnt Englisch sich an Schulen als 1. Fremdsprache durchzusetzen.

Als ich zur Schule ging, war das noch Pflicht.. was heute laeuft kann ich nicht sagen... Zudem ist Franzoesisch auch nicht 1. Fremdsprache sondern 2. Muttersprache! ;) (Steht so in allen meinen Zeugnissen!)... :ventilator


Englisch mussten wir natuerlich auch lernen.. als 1. Fremdsprache :)

Genauso wie die Westschweiz sich weigert Deutsch zu sprechen, weigert sich die Deutschschweiz, Französisch zu sprechen. Keiner der heute älter als 20 Jahre ist, kann ohne Lügen behaupten, nicht 4 oder mehr Jahre Französisch an der Schule gelernt zu haben. Da die Deutschschweiz diese Sprache tendentiell aber nicht mag ... bleibt's halt so. Auch hier beginnt sich Englisch mittlerweile als 1. Fremdsprache durchzusetzen. Ganz anders ist es im italienischsprachigen Teil der Schweiz, im Tessin; jeder der dort auch nur einen Brocken Deutsch spricht, gibt sich Mühe, dieses gegenüber Deutschschweizern anzuwenden. Tendentiell kommt man mit Englisch im Tessin weniger weit als in der Westschweiz.

Naja.. die Tessiner sind halt "freudlicher" als die Westschweizer.... ;)

ich hatte 6 Jahre Franzoesisch und bin sogar Zweisprachig aufgewachsen... ich koennte nicht mal ein Sandwicht mit Kaese und Gurke bestellen.. :totlach... mit meiner Familie in Lausanne rede ich Englisch :haha... ist nun mal so..

Und in der Schweiz ist eine der Landessprachen DEUTSCH Muus, und nicht Schweizerdeutsch. Schweizerdeutsch gibt es auch gar nicht, es gibt lediglich Dialekte (Berndeutsch, Zürichdeutsch, etcpp), jedoch kein Schweizerdeutsch als solches. Es ist jedoch durchaus oft der Fall, dass Deutschsschweizer kein Hochdeutsch können - weil sie es einfach nicht lernen wollen, genau so wenig wie Französisch - und somit nicht einmal ihre Landessprache beherrschen. Eigentlich armselig :shy.

Das habe ich auch nicht gemeint... dass Schweizerdeutsch eine Amtssprache ist... aber ... es ist unsere Muttersprache und nicht Hochdeutsch.. das ist NUR Amtssprache. ;) Ich red mit andern Schweizern jedenfalls NIE Hochdeutsch.. und das habe ich gemeint damit... ;) nix anderes.. hihi...
 
S

Selfkant

Guest
Schweizerdeutsch eine Amtssprache ist... aber ... es ist unsere Muttersprache und nicht Hochdeutsch.. das ist NUR Amtssprache. ;) Ich red mit andern Schweizern jedenfalls NIE Hochdeutsch.. und das habe ich gemeint damit... ;) nix anderes.. hihi...
Ich bin mal gespannt, wielange sich das noch haelt. In meiner Heimat war frueher Limburgs die uebliche Sprache, also Muttersprache, udn die meisten aelteren Leute sprachen nur diese Sprache untereinander. Wir jungen Leute sprachen eher ein Gemisch aus Hochdeutsch und Limburgs, weil sich durch den Einfluss der Fluechtlinge aus dem Osten doch die Sprache veraendert hatte. Wenn ich heute dahin komme, spricht kaum noch jemand Platt, sondern es wird fast nur noch Hochdeutsch mit dem typisch rheinischen Einschlag gesprochen. Auch bei den hollaendischen Nachbarn wird immer weniger Limburgs gesprochen zum Vorteil vom Niederlaendischen.

Anscheined haben die Funkmedien und die zugewanderten Menschen die Sprache entsprechend beeinflusst ihre Bodenstaendige Sprache nicht mehr zu sprechen. Ob ein aehnlicher Trend in der Schweiz stattfinden wird?
 

Ezri

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Sprachen sind dynamisch, macht gar keinen Sinn, irgendwelchen Dialekten nachzuheulen. Selbst Dialekte sind dynamisch, oder meinst Du, daß was Du als Limburgisch kennst, das gleiche ist, was es vor 150 Jahren war?

Jeder, der im Deutschunterricht Walther von der Vogelweide gelesen hat, weiß das, würd ich mal sagen. :)
 
S

Selfkant

Guest
Sprachen sind dynamisch, macht gar keinen Sinn, irgendwelchen Dialekten nachzuheulen. Selbst Dialekte sind dynamisch, oder meinst Du, daß was Du als Limburgisch kennst, das gleiche ist, was es vor 150 Jahren war?

die Sprache, die meine Grosseltern sprachen, war noch relativ gleich zu der, was vor 150 Jahren gesprochen wurde, da damals weder meiden noch zu gereiste groesseren Einfluss hatten. Die Hauptaenderungen sind in den letzten 70 oder so Jahren gekommen (eben durch diese Einfluesse). In einigen jahren wird mman auf der deutschen seite dieses Sprachraums hoechstwahrscheinlich nur noch das dialektgefaerbte Hochdeutsch sprechen.

Ich wundere mich halt, b ein solcher Trend auch in der Schweiz vorhanden ist, dass sich auch dort mehr und mehr Hochdeutsch mit Schweizer Dialektfaerbung durchsetzt.
 

anjaxxo

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Ich muss mal gerade was loswerden, was mich echt richtig aufregt.

Gerade war ein russischer Patient zur Kassenabrechnung bei mir, der kein einziges Wort Deutsch sprach...und ich uebertreibe nicht, nicht mal "Guten Tag" konnte er sagen.

Er muss doch schon einige Zeit in Deutschland sein, um eine Reha genehmigt zu kriegen. Wieso kann er da kein Wort Deutsch?

Ihm bringt die Reha doch gar nix, wenn er keine Vortraege anhoeren kann, er kann sich mit den Aerzten und Schwestern und Therapeuten nicht verstaendigen.

Er kann nicht alleine einkaufen, zum Arzt, zum Amt.

Ich verstehe nicht, warum eine laengere Aufenthaltsgenehmigung nicht mit einem Deutschkurs gekoppelt ist, das ist doch das mindeste, um sich in dem neuen Land zu integrieren.

Keiner kann jetzt mit dem Patienten was anfangen, man redet auf ihn ein und versucht mit Haenden und Fuessen was zu erklaeren, und er versteht nix.

Wie soll jemand wie er am Leben hier teilnehmen, arbeiten, Kontakte knuepfen.

Ich bin absolut nicht auslaenderfeindlich, im Gegenteil, aber das geht doch gar nicht, oder bin ich da im falschen Film?

Ich weiss, das hat nicht so richtig was mit diesem Fred zu tun, aber ich dachte es passt doch so ein bisschen, zumindest was Einwanderung und Integration betrifft (das ist ja bei Mexikanern in den USA auch nicht anders).
 

Ezri

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Sprache ist ja auch das große Thema in Deutschland, seit der Sarrazin-Debatte.
 

anjaxxo

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Sprache ist ja auch das große Thema in Deutschland, seit der Sarrazin-Debatte.

Das stimmt, aber von dem moechte ich mich ganz klar distanzieren. Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, aber etliche Zitate daraus. :nee
 

Ezri

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Du möchtest Dich zwar distanzieren, aber Du gehst zumindest in der Sache mit der Sprache mit ihm konform.
Und ich geb von Dohnanyi absolut recht, wenn er sagt: "In allen Ländern werden offen über solche Themen diskutiert und keiner denkt sich was dabei und in Deutschland soll sowas nicht möglich sein?" (sinngemäß)

Ich muß ganz klar sagen: "Gehe ich in ein anderes Land, so muß ich doch zumindest die dortige definierte Landessprache soweit lernen, um mich zu verständigen und verstanden zu werden. Und ich muß mich da auch an die dortigen Regeln und Kultur halten, auch wenn es völlig konträr zu meiner eigenen Kultur geht."

Solche Aussagen sind im Ausland (alle Länder außer Deutschland) total normal, aber in Deutschland wird man damit gleich in die rechte Ecke gestellt :stirnklatsch
 

anjaxxo

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Du möchtest Dich zwar distanzieren, aber Du gehst zumindest in der Sache mit der Sprache mit ihm konform.
Und ich geb von Dohnanyi absolut recht, wenn er sagt: "In allen Ländern werden offen über solche Themen diskutiert und keiner denkt sich was dabei und in Deutschland soll sowas nicht möglich sein?" (sinngemäß)

Ich muß ganz klar sagen: "Gehe ich in ein anderes Land, so muß ich doch zumindest die dortige definierte Landessprache soweit lernen, um mich zu verständigen und verstanden zu werden. Und ich muß mich da auch an die dortigen Regeln und Kultur halten, auch wenn es völlig konträr zu meiner eigenen Kultur geht."

Solche Aussagen sind im Ausland (alle Länder außer Deutschland) total normal, aber in Deutschland wird man damit gleich in die rechte Ecke gestellt :stirnklatsch

Ich hatte heute morgen die gleiche Diskussion mit meinem unsaeglichen Lehrling (gruseliger Typ, aber das ist eine andere Sache :kicher).

Da bin ich naemlich ganz klar anderer Ansicht.
Ich bin nicht der Meinung, dass man sich auch kulturell anpassen muss.

Da kam mein unsaeglicher Lehrling mit dem ewigen Argument, in ...ich weiss nicht mehr welches Landes es war...musste ich mich auch anpassen und durfte nicht in Shorts und T-Shirts rumlaufen, aber hier duerfen die Tuerken Kopftuecher tragen.

Das Argument finde ich beispielsweise voellig daneben, denn es stoert mich in keinster Weise, wenn tuerkische Maedchen Kopftuecher tragen, es beschaemt mich nicht und es verstoesst nicht gegen deutsche Sitten und Gebraeuche.

Ganz im Gegenteil zu Shorts und nacktem Oberkoerper, was in manchen Laendern eben gegen die Sitten verstoesst und sehr beschaemend fuer diese Menschen ist.

Das ist doch ein grosser Unterschied.

Unterschiedliche Kulturen bereichern das Leben, das klappt doch auch z. B. wunderbar in Kanada, Toronto z. B. ist eine unglaublich tolle multikulturelle Stadt, ein Traum.

Und das ist auch der Grund, warum ich mich von Sarrazin distanziere. Mit der Sprache stimme ich ihm voellig zu, aber kulturell gesehen, soll doch jeder nach seinem Gutduenken leben.

Dinge, die gegen deutschen Sitten und Gebraeuche verstossen sind ja auch hier verboten, wie z. B. die Schaechtung von Tieren.
 

Ezri

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Schön, daß Du Kanada erwähnst, wenn Du da einwandern möchtest, muß Du dafür unterschreiben, daß Du einige kulturelle Dinge in Kanada akzeptierst und anerkennst. Unter den Punkten ist zum Beispiel die Gleichstellung zwischen Mann von Frau.


Schächtung von Tieren ist in Deutschland verboten, aber nicht der Import von geschächteten Tieren.
 
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