Deutschland - Frankreich - USA - ?

Dieses Thema im Forum "Das große Who is Who" wurde erstellt von halvar100, 7. März 2017.

  1. halvar100

    halvar100 New Member

    4
    3
    Barteheim
    Mitgliederkarte

    Hallo zusammen, ich möchte mich auch kurz vorstellen.
    Ich bin Deutscher, 49 Jahre alt, leider bald 50 und arbeite zur Zeit in Frankreich.

    Da mein "Entsendungsvertrag" (bin in der Schweiz angestellt) Ende des Jahres ausläuft habe ich mir innerhalb der gleichen Firma einen neuen Job gesucht und gefunden. Deshalb werde ich in Kürze nach USA versetzt werden, nach Belvidere, NJ.
    Ich lebe seit 1,5 Jahren getrennt von meiner Frau, wir sind aber noch nicht geschieden. Mein aktuelle Freundin kann ich "leider" nicht mitnehmen, da wir ja keine offizielle Verbindung haben. Das wird wohl erst mal eine Fernbeziehung bleiben. Mal schauen wie das läuft.

    Zum einen freue ich mich über die neue Herausforderung und den Wechsel, aber zum anderen ist das auch schwierig komplett neu anzufangen. Ich hoffe ich fühle mich wohl in der USA. Bisher war ich den letzten Jahren immer nur wochenweise geschäftlich in der USA. Aber dort leben ist doch noch eine andere Geschichte.

    Zum Glück hilft mir meine Firma mit dem Umzug und allem. Die Firma Weichert Workforce Mobility wird mich begleiten.
    Viele Fragen stehen an, Haus mieten oder Kaufen.........
     
  2. Blauregen

    Blauregen Active Member

    870
    80
    Houston, Texas - jetzt wieder Minden, NRW
    Mitgliederkarte

    :willkommen
    Aber wieso leider bald 50??? Da ist nix schlimmes bei. Glaub mir, ich probier das nämlich auch gerade aus. Es liegt an einem selber, was man draus macht.

    Wirst du auf Dauer versetzt oder ist das eine befristete Entsendung?
     
  3. Emmaglamour und Ezri gefällt das.
  4. halvar100

    halvar100 New Member

    4
    3
    Barteheim
    Mitgliederkarte

    Eigentlich macht mir das auch überhaupt keine Angst. Man ist so alt wie man sich fühlt. Und ich fühle mich eigentlich deutlicher besser als mit 40.
    Grundsätzlich ist die Entsendung nicht befristet. Ich nehme aber mal an, dass ich so ca. 5 Jahre in den USA bleibe und danach in die Schweiz (wohnen in Frankreich oder Deutschland) zurückgehe. Aber man weiß ja nie.
    Meine beiden Söhne werden vielleicht irgendwann einmal Kinder haben, und dann möchte ich nicht so weit weg sein. Aber noch habe ich da Zeit. Sie haben noch keine Ambitionen.
     
  5. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

    6.005
    127
    Schweiz 8500 Frauenfeld
    Mitgliederkarte

    Moin Moin und herzlich :willkommen bei mir winkt die 50 auch schon, na und?

    Grundsätzlich ist eine Entsendung in den USA befristet auf 3 Jahre und kann dann um weitere 2 Jahre verlängert werden. Also so visaseitig.
    Wobei dann nochmal unterschieden wird zwischen L-1A und -1B. Das 1A kann bis auf ingesamt 7 Jahre ausgedehnt werden und das 1B nur bis auf insgesamt 5 Jahren ausgedehnt werden.
     
  6. Emmaglamour gefällt das.
  7. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

    1.025
    41
    Houston, TX
    Mitgliederkarte

    Wenn es sich irgendwie drehen laesst, dann versuche ein L1-A (Multinantional Manager) zu bekommen. Im Gegensatz zum L1-B kann man das leichter in eine Greencard umwandeln (falls die Entscheidung irgendwann man anstehen sollte).
     
  8. Emmaglamour gefällt das.
  9. halvar100

    halvar100 New Member

    4
    3
    Barteheim
    Mitgliederkarte

    Jetzt mal ein kurzes Update bezüglich meiner Relocation nach USA. Mit dem Visum geht es schrittweise voran. Meine Firma ist dabei ein L1-A Visum zu beantragen. Alle Informationen wurden zusammengestellt, nächste Woche muss ich sie validieren und dann wird das Visum beantragt. Dazu muss ich dann nach Paris reisen um bei dem US - Konsulat vorstellig zu werden. Danach hoffe ich, dass es relativ schnell geht. Ob ich das Visum wirklich schon bis Ende April habe bleibt mal dahingestellt. Falls nicht werde ich ohne Visum unter ESTA in USA arbeiten. Danach muss ich dann jedoch nochmal ausreisen um dann mit Visum wieder einzureisen.
    Letzte Woche bin ich in USA gewesen und habe mir Häuser angeschaut und auch ein Konto eröffnet. Bei der Bank of America geht das ohne Social Security Number.
    Die Preise um ein Haus zu mieten sind doch relativ teuer, obwohl mein Arbeitsort eher auf dem Lande liegt. Die Firma ist direkt am Delaware River gelegen. Deshalb könnte ich sowohl in NJ oder PA wohnen. Aber unter $1500 bekommt man gar kein Haus. Auch Wohnungen sind teuer und eben fast nicht zu haben. Dort wo ich arbeite gibt es gar keine Mehrfamilienhäuser mit einzelnen Wohnungen.
    Ein sehr schönes Haus habe ich gefunden. Es liegt in PA, kostet aber $1900. Ich werde versuchen dieses Haus zu mieten. Da ich jedoch noch kein Visa habe, kann und will ich noch keinen Vertrag unterschreiben. Ich hoffe einfach, dass das Haus bis im Mai noch zu haben ist.
    Evtl. habe ich auch die Möglichkeit ein Haus zu kaufen. In meinem Falle könnte das ohne Creditscore funktionieren. Kaufen ist deutlich billiger und es gibt auch sehr viel mehr Auswahl. Die Preise sind noch tief. Langsam zieht der Markt an nach der Immobilienkrise. D.h. im Moment ist es ideal zu kaufen und nicht zu mieten. Auch steuerlich sehr interessant, da man sowohl die Zinsen wie auch die "property tax" von den Steuern abziehen kann. Aber mal schauen.
    Ich habe mir auch schon ein US-Mobiltelefon inkl. Prepaid "Abo" zugelegt. Von Boost. Das kostet mich $50 für wirklich unlimitiertes LTE Datenpaket. Hat perfekt funktioniert. Inkl. Hotspot zu allen meinen anderen Geräten. Das LTE ist sehr schnell und dort wo ich mich aufhalte verfügbar.

    Im Moment bin ich gerade daran mit zwei Unternehmen die Übersiedlung zu planen. Ende Monat muss mein Haus leer sein.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden
     
  10. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

    6.005
    127
    Schweiz 8500 Frauenfeld
    Mitgliederkarte

    Das ist nicht legal.

    Ansonten, danke für das auf dem Laufenden halten :)
     
  11. halvar100

    halvar100 New Member

    4
    3
    Barteheim
    Mitgliederkarte

    Stimmt, offiziell darf ich nicht in USA arbeiten ohne Visa. Ich hoffe immer noch, dass es mit dem Visa klappt.
     
  12. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

    3.377
    112

    Dann wuerde ich mal solche Sachen hier nicht so oeffentlich im Internet schreiben. Man weiss nie, wer was liest.
     
  13. Ezri gefällt das.
  14. halvar100

    halvar100 New Member

    4
    3
    Barteheim
    Mitgliederkarte

    So, heute ist der 17. Juni 2017 oder hier halt 06/17/2017. Mittlerweile bin ich seit ca. 1 Monat hier in der USA. Offiziell immigriert mit L-1 Visum. Ich habe ein Haus gefunden und bewohne es auch schon seit ich hier bin. Meine Möbel und sonstiges sind letzte Woche angekommen.
    Einige Erfahrungen die vielleicht von Nutzen seien können.
    1. Meine elektrischen Geräte:
    - Meine 5.1 Homecinemasystem inkl. TV habe ich erfolgreich mittels einem Step up/Step down Konverter angeschlossen. Das ist kein Problem. Funktioniert top. Kein Problem. Dieser Konverter brummt halt etwas. Aber da ich sowieso relativ laut Filme und Musik höre, stört mich das nicht.
    - Auch meine Siebträgerkaffeemaschine habe ich erfolgreich auf die selbe Art in Betrieb genommen. Auch das funktioniert. Bei diesen Konvertern muss man aufpassen. Lieber etwas grösser als zu klein. 3 x stärker als die Leistung die man braucht sollte man kaufen. 1000 W --> 3000 W. Dann ist man auf der sicheren Seite.

    Aber......: Leider funktioniert meine Waschmaschine nicht richtig mit dem Konverter. Die Pumpe macht Probleme. Wahrscheinlich hat die Pumpe ein Problem mit 60 Hz. Die Konverter behalten die 60 Hz. vom amerikanischen Netz bei. Sonst läuft sie, nur die Pumpe macht komische Geräusche und pumpt nicht richtig. Da muss ich wohl eine neue Maschine kaufen. Die sind aber im Verhältnis mit Europa relativ teuer. Der Anschluss der Waschmaschine war auch nicht so einfach. Die amerikanischen Waschmaschinen haben zwei Wasseranschlüsse, für kalt und Warmwasser. Die Maschine haben wohl keine Heizspirale sondern machen das mit dem Warmwasser aus dem Netz. Auch die Anschlüsse passen nicht genau. Aber im Baumarkt bekommt man die notwendigen Adapter. Obwohl ja unsere Wasseranschlüsse ebenfalls 3/4 Zoll sind. Aber man braucht "3/4 Inch Gardenhose" für den Anschluss im Haus.
    Aber wie gesagt, funktioniert leider nicht so richtig.

    Unbedingt probieren: Viele Geräte funktionieren einfach so, mit den 110/120 V 60 Hz des amerikanischen Netz. Mein Samsung Fernseher, mein Desktopcomputer, usw. Einfach probieren. Manches geht, manches nicht.

    Social Security Number und Drivers License:

    --> Ich musste schon gleich mal feststellen dass es ohne diese beiden Papiere gar nichts geht, oder nur schwer in der USA. Es war sehr sehr schwierig einen Stromvertrag zu bekommen ohne diese Papiere. Es ging am Ende, aber nur mit vielen Telefonaten und Dokumenten.
    --> Ein Auto kann man ohne die beiden Papiere nur sehr schwierig kaufen und anmelden. Auf jedenfalls viel teurer als mit. Die Social Security Number kann man leider erst 2 Wochen nach dem immigrieren beantragen. Und nichts Online. Immer als Person muss man erscheinen. Die SSN erhält man nur wenn alles in Ordnung ist mit den Papieren. Visa, I-94, Adresse (man muss beweisen können das man an seiner Adresse wohnt über Briefe von Bank oder Versicherung).
    Meine SSN habe ich seit einer Woche, die Drivers License habe ich heute gemacht, also die Theorie. Am Montag die Praxisprüfung. Kostet $25 hier in PA. Unglaublich einfach und billig wenn man das mit Deutschland vergleicht.

    Nächste Woche werde ich dann meine Auto kaufen. Mal schauen wie das dann mit der Anmeldung funktioniert.

    Hier in den USA ist auf jedenfalls alles sehr bürokratisch.

    Amazon:
    Nur mal ein Kommentar zu Amazon. In Deutschland war man ja gewöhnt, dass man bestellt, und am nächsten Tag war die Lieferung da (mit Prime). Hier ist das anders. Wenn man nicht viel Geld (und wirklich viel Geld ($80)) bezahlt, dann kommt die Ware in ca. 1 Woche. Das zu USA.... Liegt wohl an der Grösse der USA, oder der Bürokratie.

    Allgemein:
    Aber das sind alles nur Details. Ich fühle mich hier sehr wohl. Arbeiten in der USA ist bisher genial. Die Leute sind so gut drauf. In Frankreich war das viel viel schwieriger. Die Leute sind unglaublich freundliche. Jeder hilft einem wenn man ein Problem hat.

    Ich denke mal, wenn man die Anfangsschwierigkeiten überwunden hat, kann man hier sehr gut leben. Als Deutscher hat man wohl kein Problem. Die Kulturen sind ähnlich. Also in Frankreich war der Kulturschock grösser obwohl das an unserer Grenze liegt.
    Im Privatleben sind die Franzosen genial, man kann feiern bis es kracht. Aber im Arbeitsleben ist es eher schwierig. Dort sind sie sehr reserviert wenn man als Deutscher kommt. Hier in den USA ist das anders. Meine Kollegen kommen von überall her, aus China, Indien, Schweiz, Holland und Deutschland. Das ist einfach normal.

    In ca. 1 Monat folgt ein weiteres Update.
     
  15. Blauregen, Ezri und anjaxxo gefällt das.

Diese Seite empfehlen