Erfahrungsbericht - Beibehaltung - Citizenship

Dieses Thema im Forum "Visa & Citizenship - ohne Visum geht nichts!" wurde erstellt von anjaxxo, 7. Januar 2017.

  1. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Teil 1

    Nachdem ich ja eine step-by-step Anleitung fuer das CR-I hier im Forum erstellt habe (zusammen mit msd) moechte ich jetzt auch hier meine Erfahrungen teilen, wie ich zur amerikanischen Staatsbuergerschaft gekommen bin.

    Zunaechst einmal sollte man sich um die Beibehaltung der deutschen Staatsbuergerschaft kuemmern, denn wer moechte schon die Moeglichkeit verlieren, in 28 europaeischen Laendern leben und arbeiten zu duerfen (bald nur noch 27, dank Brexit :traurig1)?

    Die Beibehaltung der deutschen Staatsbuergerschaft erhaelt man nicht einfach so, man muss einerseits gute Gruende dafuer haben, die amerikanische Staatsbuergerschaft zu erlangen und gleichzeitig gute Gruende vorbringen, warum man die deutsche behalten moechte. Die muessen hieb und stichfest sein, sonst kommt man damit nicht durch. Hier ist also die persoenliche Situation desjenigen ausschlaggebend und die ist nun mal bei jedem anders. Dadurch kann man nicht einfach nach Schema F vorgehen, jeder Fall ist anders.

    Ich kann natuerlich hier nur meinen eigenen schildern, aber wenn Ezri damit einverstanden ist, koennten wir ja diesen thread offen lassen, damit auch andere eventuell ihre Erfahrungen teilen koennen. Je mehr Antraege man liest, die genehmigt wurden, desto klarer wird es vielleicht, worauf es dabei ankommt. Ich verweise hier auch auf die yahoo-Gruppe "Zweipaesse", die mir immer wieder empfohlen wurde, vielleicht koennt ihr ja was damit was anfangen, ich konnte es nicht, war mir viel zu konfus und unuebersichtlich.

    So, lange genug geredet, ich fange also damit an zu erklaeren, wie ich die Beibehaltung erlangt habe :brd

    Zunaechst einmal muss man wissen, dass man unbedingt VOR der Einschwoerung die Beibehaltungsurkunde in der Hand haben muss (es reicht nicht aus, per Email informiert worden zu sein, dass man die Urkunde abholen kann). Hat man sie nicht im Original, verliert man die deutsche Staatsbuergerschaft, wenn man die amerikanische annimmt). Es empfiehlt sich also frueh genug den Antrag einzureichen. Die Beibehaltungsurkunde gilt ab Ausstellungsdatum (nicht Abholdatum!!!) 2 Jahre. Sollte man die auslaendische Staatsbuergerschaft in dieser Zeit nicht annehmen, kann man eine Verlaengerung beantragen.

    Im Internet findet man Antraege auf Beibehaltung der Staatsbuergerschaft, der Antrag kann aber auch formlos gestellt werden. Ich habe das Antragsformular ausgefuellt und zusaetzlich ein Anschreiben und Anlagen dazugelegt.

    Den Antrag kann man hier als download erhalten:

    :link

    Hier ist der Antrag fuer Personen ab 16 Jahre:

    :link

    Ich erspare mir hier an dieser Stelle, meinen ausgefuellten Antrag einzustellen, ich denke, man braucht kein Raketenwissenschaftler zu sein, um den Antrag auszufuellen.

    Hier ist der Text meines Anschreibens:

     
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  3. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Teil 2

    Da natuerlich der zuvor verlinkte Antrag an Platz nicht reicht, fuegt man noch Anlagen dazu, um seine Gruende genauer zu erlaeutern.
    Noch einmal, man muss das Antragsformular nicht nehmen, es geht auch formlos, aber ich finde, wenn man schon so eine Hilfestellung hat, warum soll man sie nicht nutzen?

    Im Antragsformular zu Punkt 5 soll man die fortbestehenden Bindungen zu Deutschland erlaeutern.
    Hier mal ganz kurz, was der Konsul beim Abgeben des Antrags zu mir sagte. Er meinte, fuer ihn sei klar, dass man nach nur kurzem Aufenthalt in den USA wie zum Beispiel 5 Jahren noch fortbestehende Bindungen zu Deutschland hat. Das waere eher relevant, wenn jemand, der schon seit 20 oder 25 Jahren in den USA lebt, die Beibehaltung beantragt.
    Aber dennoch wuerde ich auch diesen Punkt ausfuehrlich beantworten, besser safe than sorry, right?

    Hier also meine Bindungen:


    Noch einmal, dies ist nur ein Beispiel, euer Antrag kann ganz anders aussehen und andere Inhalte haben. Wichtig ist, dass es stimmig und ueberzeugend ist.

    Nun kommt Punkt 6 "Gruende fuer den Erwerb der amerikanischen Staatsbuergerschaft:

    Auch hier muesst ihr natuerlich eure jeweilige Situation schildern. Jede Geschichte ist anders, jede Auswanderung ist anders und die Gruende desjenigen, der die Beibehaltung beantragt ist daher auch jeweils anders. Dies ist nur als Beispiel gedacht.

    Ausserdem kann man auch noch einen Lebenslauf beifuegen, hier ist mein Beispiel:

     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Januar 2017
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  5. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Teil 3

    Meinem Antrag habe ich dann noch 2 Stellenanzeigen beigelegt, die meiner Ausbildung entsprachen, und auf die sich nur US citizens bewerben konnten, ausserdem das Schreiben meines Arbeitgebers und den Grundbuchauszug (gegebenenfalls Erbe in Deutschland).
    Ausserdem habe ich eine beglaubigte Kopie meiner Green Card mitgebracht und natuerlich das Original zum Vorzeigen. (Ich glaube mich zu erinnern, dass ich auch meinen Reisepass vorzeigen musste und davon haben sie dann auch eine Kopie gemacht und beglaubigt, es kann aber auch sein, dass ich die schon selbst mitgebracht habe, das weiss ich nicht mehr so genau.)

    Den kompletten Antrag mit Anlagen habe ich dann in zweifacher Ausfertigung Mitte November 2015 beim deutschen Generalkonsulat in New York City persoenlich vorbeigebracht (man kann online dafuer einen Termin machen). Der Konsul hat ihn direkt vor Ort mit mir durchgeguckt, noch ein paar Fragen gestellt.
    Das deutsche Konsulat schickt den Antrag dann weiter ans BVA in Koeln zusammen mit einer Stellungnahme.
    Wenn man den Antrag persoenlich vorbeibringt hat das den Vorteil, dass der Konsul einem sofort sagt, ob Aussicht auf Erfolg besteht oder nicht. Bei mir hat er gesagt, dass er kein Problem mit dem Antrag sehen wuerde und er sich daher in der Stellungnahme positiv aeussern wuerde.

    Ich wurde dann Anfang Januar per Email benachrichtigt, dass mein Antrag genehmigt wurde und die Urkunde zur Abholung im Konsulat bereitliegen wuerde. Spaeter habe ich gesehen, dass der Antrag vom BVA im Dezember schon genehmigt wurde.


    Als pdf war dann noch die Entscheidung des BVA in Koeln beigefuegt mit den Ueberweisungsdaten etc.

    Und wenn man dann die Urkunde in den Haenden haelt, steht nichts mehr im Weg, die amerikanische Staatsbuergerschaft anzunehmen.

    Natuerlich kann man das auch parallel machen, in meinem Fall konnte ich aber sowieso erst im Mai die amerikanische Staatsbuergerschaft beantragen, denn man darf ja nicht bis 90 Tage vor Ablauf der 5 Jahres permanent residence (oder 3 Jahre bei Verheirateten) den Antrag losschicken.




    Hier geht es jetzt also los mit dem Antrag auf citizenship. Hier zunaechst mein Coverletter:

     
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  7. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Teil 4

    Dann habe ich das N-400 gemaess der folgenden instructions :link ausgefuellt

    N-400

    Also bitte aufpassen, ich habe nur die Dokumente aufgefuehrt, die ich mitschicken musste, bei euch koennten es andere sein, also genau die instructions durchlesen und entsprechend den Antrag ausfuellen und entsprechend Anlagen dazulegen. Auch sind die Gebuehren jetzt wohl teurer, auch das kann man auf der Seite www.uscis.gov nachlesen.

    Jetzt koennt ihr schon mal anfangen fuer den Test zu lernen. Hier sind ein paar nuetzliche Links:

    citizenship test - USCIS.gov Search Results

    100 Civics Questions and Answers with MP3 Audio (English version)

    Civics Questions for the new Naturalization Test einer meiner Lieblingslinks)

    Als naechstes, ca. 2 bis 3 Wochen nach Einreichen des Antrags erhaelt man den Termin fuer die biometrics. Im Anschreiben steht alles drin, was man mitnehmen muss.

    Und wenn man das hinter sich hat, wartet man eigentlich nur noch auf das Interview.

    Fuer das Interview sollte man eine Kopie des Antrages, seine Green Card und alle Anlagen, die man zum N-400 beigelegt hat, in Kopie mitbringen. Ausserdem eventuell evidence bei Zeiten ausserhalb der USA (Tickets etc), ich hatte den Brief meines Arbeitgebers noch dabei, proof of residence, also utility bills, Fuehrerschein, oder aehnliches.
    Auch hier haengt wieder alles vom jeweiligen Fall ab.

    Mein Interview lief folgendermassen ab:

    Zunaechst wurde ich begruesst und dann habe ich gleich den Test machen muessen. Der Schreibtest bestand daraus, 3 Worte zu schreiben, die die Dame mir diktiert hat. Und beim Lesetest musste ich drei Worte vorlesen. Wer das nicht schafft, sollte auch wirklich nicht in den Staaten leben, denn der kann dann ueberhaupt kein Englisch).
    Dann musste ich Fragen beantworten. Es werden hoechstens 10 Fragen gestellt von den 100, die man lernen muss, davon muss man 6 richtige (wie im Lotto) haben. Hat man 6 Fragen richtig beantwortet, wird aufgehoert zu fragen.

    Danach ging sie dann meinen Antrag mit mir durch, hat noch einmal alles von mir bestaetigen lassen, Name, Anschrift, und was auch immer ich ausgefuellt habe.
    Als wir dann zu den Zeiten ausserhalb der USA kamen, gab es bei mir ein paar Schwierigkeiten. Ich hatte sehr lange Zeiten und einmal hatte ich auch die 180 Tage um 3 Tage ueberschritten. Ich wurde dann ein bisschen laenger durch die Mangel genommen und genauer befragt und sie kam dann zu dem Schluss, dass sie noch keine Entscheidung treffen koennte und ich von ihr hoeren wuerde.

    Meine mitgebrachten Unterlagen wollte sie alle nicht sehen, ausser die Green Card.

    Bin dann ein bisschen enttaeuscht wieder abgedackelt, habe dann aber in der naechsten Woche schon die Einladung zur oath ceremony erhalten. Diese fand ca. 4 Wochen spaeter statt.
    Bei den meisten Interviews wird die Entscheidung wohl beim Interview getroffen und manchmal ist auch die oath ceremony direkt im Anschluss. Das ist von service center zu service center verschieden.


    Und als letzter Schritt kommt dann die oath ceremony. :usa

    Meine oath ceremony fand in einem Federal court room statt. Mit mir wurden 32 Leute vereidigt aus 24 Laendern. Ich war die einzige Deutsche, die meisten (ich glaube 4) kamen aus Kanada. War schon cool, wie viele Nationalitaeten vertreten war.

    In der Einladung stand, dass die Veranstaltung um 1 pm beginnen sollte, und mir wurde gesagt, dass man ca. 1 Stunde vorher da sein sollte. Es stellte sich dann heraus, dass die Stunde vorher schon mit 1 pm eingeplant war...da mussten wir dann erst mal wieder gehen und irgendwo spaet fruehstuecken, als ob man nicht schon aufgeregt genug waere.

    Vor dem Gerichtssaal wurde mir direkt ein Antrag auf voter registry ausgehaendigt, den habe ich auch gleich ausgefuellt (immer mit dem Hintergedanken, dass gerade Trump zum Praesidenten gewaehlt wurde...grusel).

    Dann wurden wir reingelassen und sollten uns auf die Zuschauerbaenke setzen. Der Gerichtssaal sah aus wie im Fernsehen, sehr edel alles in Holz mit einem dicken roten Teppich, 14 Geschworenensitze (es sind wohl immer 2 extra), an jedem Platz standen Monitore, auch bei den Geschworenensitzen.

    Ein netter Mensch erklaerte uns dann, wie die Zeremonie ablaufen wuerde. Zunaechst muessten wir unsere Einladung zusammen mit unserer Green Card abgeben (ein komisches Gefuehl, die Green Card, auf die man ja 5 Jahre so gut aufgepasst hat, jetzt auf einmal abgeben zu muessen). Dazu wurden wir alle namentlich aufgerufen.
    Auf dem Rueckweg zu unseren Zuschauerplaetzen wurde uns dann noch eine Fahne :usa und ein Leitfaden, wie man mit der Fahne umzugehen hat, ausgehaendigt von einer Dame von American Legion.

    Dann hielten verschiedene Leute Reden.
    Erst die Dame, die uns die voter registries ausgehaendigt hatte. Sie erklaerte, wie wichtig doch das waehlen ist und wie priviligiert wir waeren, nun an der Demokratie des Landes teilnehmen zu koennen.
    Dann wurde ein Vortrag ueber die Fahne gehalten, von der Dame, die uns auch die Fahne gegeben hatte.
    Dann kam noch ein Redner, aber irgendwie habe ich vergessen, was der uns erzaehlt hat.

    Um punkt 2 pm kam dann der Richter herein. Er hat auch ein paar Begruessungsworte gesagt und dann eine sehr schoene Rede gehalten. Danach wurde der oath gesprochen, dann der pledge of allegiance.
    Dann wurden wir alle per Namen aufgerufen und erhielten vom Richter unsere Urkunde und einen Brief vom Weissen Haus, sehr nett geschrieben, ein Willkommens-Brief von Barack Obama, natuerlich nicht persoenlich unterzeichnet, aber mit einer Kopie seiner Unterschrift (da war ich doch froh, dass ich den noch von Obama bekommen habe und nicht von Donald Trump :ohshit)


    Man durfte auch Photos machen oder filmen.

    Das alles hat ca. eineinhalb Stunden gedauert und war sehr feierlich.


    Als letzten Schritt muss man dann eine Kopie des certificates of naturalization zum BVA nach Koeln schicken, erst dann ist der Vorgang bei denen geschlossen und es ist offiziell, dass man nun beide Staatsbuergerschaften hat.

    :usa :brd

    Ich hoffe, ich habe alles richtig wiedergegeben, falls jemand Korrekturen oder Ergaenzungen hat, immer her damit.
    Hiermit moechte ich mich auch noch einmal ganz herzlich bei unserem User Ulrich bedanken, ohne ihn haette ich das sicher nicht so easy geschafft. Vielen Dank auch fuer den seelischen Beistand.
    :danke
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2017
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  9. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Nur zur Richtigstellung -- einen Lebenslauf fuer die BBG muss man *nicht* zwingend einschicken; das bietet sich nur an, wenn man aufgrund seiner beruflichen Karriere argumentiert. Wenn Du Dich z.B. auf eine Stelle als Kerphysiker bewerben willst, dann ist es halt nicht schluessig, wenn Du in Deinem Lebenslauf nicht ueber einen abgebrochenen Hauptschulabschluss hinauskommst...
     
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  11. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Ok, habe muss in kann geaendert. :danke
     
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  13. Suze

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    Ich habe meinen Antrag auf Beibehaltung am 6. Jan. weggeschickt - bin derzeit am bibbern und warten auf Bescheid aus Koeln ....
     
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  15. Ezri

    Ezri Adminchen Administrator

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    Wird schon werden :blumen
     
  16. Suze

    Suze Member Citizen

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    Ja, ich hatte ja sozusagen professionellen Beistand bei der Antragserstellung ;)
     
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  18. anjaxxo

    anjaxxo Super-Moderator Mitarbeiter Moderator Sponsor Citizen

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    Ulrich ist der Groesste!
     
  19. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    6'2" -- das haelt sich in Grenzen...
     
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  21. Ezri

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    :totlach
     
  22. MellyLo

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    Hallo zusammen,
    erstmal danke an anjaxxo fuer die detailierte Schilderung und Erklaerung wie das Verfahren ablaeuft und dass du Musterbeispiele geteilt hast - hilft sehr mit den Vorbereitungen!
    Ich lebe seit Sept 2011 in den USA aber wuerde jetzt gerne eine doppelt Staatsbuergerschaft beantragen.
    Gruende fuer meinen Beibehalt sind aehnlich: Familie/Freunde, Immobilienerbe (muetterlich und vaeterlich), ausserdem habe ich auch noch ein deutsches Konto von dem ich in meine deutsche Privatrente/Berufsunfaehigkeitsrente aus reinzahle.
    Gruende fuer Erwerb der amerikanischen: Bin gerade dabei meinen Bachelor in Business/Marketing zu beenden und will die Moeglichkeit haben mich auch fuer Positionen zu bewerben die eine Staatsbuergerschaft voraussetzen.
    Was fuer andere Gruende kann man denn noch nennen - warden "anerkannt"?

    Ausserdem, ist es ratenswert einen Anwalt zu engagieren (habe zwei gefunden die auf die Beibehaltung spezialisiert sind aber noch nicht kontaktiert) oder kann ich den deutschen Antrag auch alleine so ausfuellen dass alles richtig ist (vor alle mit Nr. 5 und 6).

    Vielen lieben Dank schon mal fuer jegliche Antworten oder Voschlaege/Ratschlaege
    Melanie

    P.S.: Ich bin mit einem Amerikaner (er ist retired vom Military) verheiratet und unsere Ehe gilt sowohl in den USA als auch in Deutschland. Green Card hatte ich damals in 2011 ueber 'spousal visa' erhalten...
     
  23. Lileigh

    Lileigh Active Member Ehe-GC

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    Hi Melanie,

    Bei der Beibehaltung wuesste ich eigentlich gar keinen genauen Grund fuer einen Anwalt. Wenn es um die naturalization geht, da waere es wohl angebrachter, wenn das ganze wesentlich komplexer ist und diverse Probleme aus der Vergangenheit (Straftaten, extrem lange Auslandsaufenthalte, etc.) gefaehrlich werden koennten. Also wirkliche red flags. Bei der Beibehaltung geht es ja eigentlich "nur" darum den deutschen Behoerden klar zu machen, warum du zusaetzlich zur Deutschen auch die Amerikanische brauchst. Wie gesagt, ich kann mir jetzt gerade kein Szenario vorstellen, bei dem es nuetzlich sein sollte. Eventuell komplexere berufliche Vorhaben und irgendwelche rechtlichen Konsequenzen, die eine Erklaerung vom Fachmann brauchen. Keine Ahnung. Der Anwalt waere eigentlich nur notwendig, um darlegen zu koennen, wann ein Antrag Aussichten auf Erfolg hat und wann nicht und was genau gebraucht wird. Das Ausfuellen, geht meines Erachtens auch alleine, da du sowieso die Person sein wirst, von der die ganzen Infos und Dokumente kommen. Mit Hilfe von Zweipaesse und auch den Profis aus dem Forum hier (Danke!), sollte das auch alleine machbar sein.
    Die Kosten fuer die BBG und auch spaeter fuer den naturalization process (gerade letzteres ist teurer geworden) sind schon extrem hoch. Da wuerde ich mir das Geld fuer einen Anwalt sparen.

    Berufliche Gruende sind immer gut und, was ich so gelesen haben, immer einer der Hauptargumente, die oft vollkommen ausreichen. Der richtige Nachweis muss aber vorhanden sein. Wie schon mehrmals auch in anderen Threads erklaert, muss das aber schon alles irgendwie zusammenpassen. Sprich, Ausbildung, beruflicher Werdegang...man kann sich schlecht als gelernte Friseurin mit 15 Jahren Berufserfahrung auf eine Stelle als IT Project Manager bewerben, die aus irgendwelchen sicherheitstechnischen Gruenden nur fuer US Buerger ist. Das muss also schon irgendwie zusammenpassen bzw. die Richtung sollte schon uebereinstimmen und mit diversen Taetigkeiten und den vorhandenen Skills irgendwie nachvollziehbar sein, dass du fuer die Stellen qualifizert bist, dir aber eigentlich nur noch die Staatsbuergerschaft fehlt.

    Jedenfalls, Willkommen im Forum! Hier gibt's noch einige andere, die dir viele Fragen weitaus besser beantworten koennen. Mir hat es jedenfalls geholfen; jetzt muss ich einfach abwarten und Tee trinken und hoffen, dass es rasch bearbeitet wird und auch approved wird. Das Konsulat hatte jedenfalls ueberhaupt nichts zu beanstanden.
     
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  25. Ulrich

    Ulrich Well-Known Member Citizen

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    Spar Dir das Geld fuer den Anwalt. Bzw. wenn Du es unbedigt ausgeben willst, dann schicke ich dir gerne meine Kontonummer. Man braucht keinen Winkeladvokaten um die BBG oder das N-400 auszufuellen, solange man keinen Dreck am Stecken hat (DUIs oder andere Verurteilungen, Steuern vergessen zu bezahlen, etc).

    Mit einem B.S. in Business/Marketing wirst Du schlecht darauf plaedieren koennen, dass Du die USC unbedingt fuer einen Job brauchst; besser waere es da, wenn Du bereits in einem internationalen Unternehmen arbeiten wuerdest, dass Dich ins nicht-amerikanische Ausland versetzten will, was Du nicht kannst, da Du in dem Fall die Greencard verlieren wuerdest. Aber wenn Du noch im College und am Anfang deiner Karriere bist, dann greift das auf absehbare Zeit auch erst mal nicht. Eventuell kannst Du noch argumentieren, dass Dein Mann ins Ausland versetzt werden soll und Du aus obigen Grund nicht mitkannst, aber das muesste ggf. auch belegt werden.
     
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